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Crabster CR200: Laufen wirbelt weniger Schlamm auf.
Crabster CR200: Laufen wirbelt weniger Schlamm auf. (Bild: Kiost/Screenshot: Golem.de)

Roboter Crabster geht baden

Crabster ist ein sechsbeiniger Unterwasserroboter. Dessen südkoreanische Entwickler haben die robotische Riesenkrabbe erstmals ins Wasser gesetzt.

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Der Unterwasserroboter Crabster CR200 ist einer Krabbe nachempfunden. Allerdings nur bei der Form. Denn der Roboter, der dazu entwickelt wurde, den Meeresboden zu erforschen, hat eher die Ausmaße und das Gewicht eines Kleinstwagens.

2,42 Meter lang, 2,45 Meter breit und 2 Meter hoch ist die Roboterkrabbe. Ihr Gewicht beträgt rund 600 Kilogramm. Sie bewegt sich auf sechs Beinen mit insgesamt 30 Gelenken fort. Vorteil des Krebsgangs ist, dass dabei weniger Schlamm aufgewirbelt wird, als wenn ein herkömmliches Tauchfahrzeug mit Propellerantrieb über den Meeresboden gleitet. Entwickelt wurde Crabster am südkoreanischen Meeresforschungsinstitut, dem Korean Institute of Ocean Science and Technology (Kiost).

Mit der Riesenkrabbe wollen die Wissenschaftler den Meeresboden erforschen. Dazu ist der Roboter mit verschiedenen Instrumenten und Sensoren ausgestattet, darunter Sonarscanner mit unterschiedlichen Reichweiten, einem Ultraschall-Doppler-Profil-Strömungsmesser, einer akustischen und mehreren optischen Kameras sowie Scheinwerfern. Die beiden vorderen Beine haben Greifer, mit denen der Roboter Proben nehmen kann.

Bis 200 Meter Tiefe

Der Roboter hält einem Druck von 25 bar stand und kann in Tiefen bis zu 200 Metern eingesetzt werden. Weitere Einsatzgebiete sind Brandungszonen, wo Strömungen mit einer Geschwindigkeit von 1,5 Meter pro Sekunde herrschen, oder Schiffswracks. Da er nicht schwimmen kann, wird er von einem Kran in die Tiefe hinabgelassen. Er ist über ein Kabel mit dem Land oder einem Schiff verbunden. Darüber wird er auch mit Energie versorgt. Das ermöglicht es, dass der Crabster auch mehrere Tage lang unter Wasser eingesetzt werden kann.

Der Roboter wird von einer vierköpfigen Mannschaft von einem Steuerstand aus, der in einem Container untergebracht ist, bedient: Der Pilot steuert den Roboter und achtet auf seine Körperhaltung. Der Kopilot bedient die beiden Greifer sowie Kameras und Scheinwerfer. Der Navigator plant die Route des Roboters und achtet darauf, dass diese auch eingehalten wird. Schließlich gibt es noch einen Spezialisten für das Sonar und andere Sensoren.

Unter Wasser

Nach verschiedenen Tests an Land haben die Kiost-Forscher den Crabster kürzlich erstmals ins Wasser gesetzt. Dabei sei er allerdings nur fünf bis sieben Meter tief abgetaucht, berichtet das IEEE Spectrum. Bis auf einige Kleinigkeiten seien die Tests sehr gut verlaufen, resümierten die Forscher um Bong-Huan Jun. "Wir haben einen vielbeinigen Unterwasserroboter gebaut", sagte Jun dem US-Wissenschaftsmagazin.

Anfang 2014 wollen die südkoreanischen Meeresforscher Crabster erstmals in ein Schiffswrack, das in einer Zone mit starkem Gezeitenstrom liegt, abtauchen lassen.


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