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Roboter aus Bausteinen: Lego Mindstorms wird eingestellt

1998 begeisterte Lego Mindstorms viele Kinder. 2022 gab es nur noch ein Set mit wenigen Teilen. Das wird auch das letzte der Serie sein.

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Das Robot-Inventor-Kit kam bei der Kundschaft auch nicht mehr so gut an. (Bild: Lego)

Lego wird die langlebige Reihe Mindstorms einstellen. Noch 2022 werden wohl keine neuen Sets der Marke mehr hergestellt. Das bestätigt der Konzern in einer Pressemitteilung (via Thebrickfan). Betroffen ist das Set Robot Inventor (51515) und die beiden passenden Produkte Lego Technic Großer Hub (88016) und Lego Technic Mittelgroßer Winkelmotor (88018).

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Der Grund für die Einstellung: Lego will die Entwicklungsressourcen von Mindstorms auf andere Projekte umverteilen. Offenbar hat sich die Serie nicht mehr rentiert. "Wir haben beschlossen, unsere Ressourcen und Zukunftspläne zu konzentrieren, indem wir unser Mindstorms-Robot-Inventor-Team und sein Fachwissen auf verschiedene Bereiche des Unternehmens verteilen", schreibt Lego.

24 Jahre Mindstorms

Die passende Robot-Inventor-Begleit-App für mobile Geräte wird wohl noch bis 2024 weiter unterstützt. Ab dann wird die Funktionalität des mehr als 200 Euro teuren Sets merklich eingeschränkt. Für Bildungseinrichtungen, die solche Produkte meist in großen Mengen einsetzen, könnte das unerwartete weitere Kosten verursachen. Generell will Lego wohl nicht komplett aus dem Bildungsmarkt und dem Roboterbau aussteigen. Für Schulen und Universitäten wird Spike Prime weiterhin angeboten. Allerdings kommen Privatpersonen dort schlechter heran.

Video: Lego Boost - Test [1:35]

Lego Mindstorms wurde 1998 das erste Mal vorgestellt und konnte für die damalige Zeit einiges leisten. In 24 Jahren brachte der Konzern mehrere Ableger und Neuauflagen des Robotiksets heraus - unter anderem eine günstigere und weniger funktionale Version mit Star-Wars-Lizenz. Mindstorms bleibt dabei eines: eine der am längsten gelaufenen Themenwelten bei Lego.