Panasonic lässt die Erziehungskugel rollen

Etwas kleiner geht es bei Panasonic zu: Der japanische Hersteller zeigt auf der Ceatec den kugelförmigen Roboter Cocotto, der sich explizit für Kinder und deren Erziehung eignen soll. Der Roboter beantwortet Fragen und sendet beispielsweise Erklärungen an ein Smartphone. Auch kleine Konversationen beherrscht das Gerät, beispielsweise fragt der Roboter nach dem Aufstehen, ob man gut geschlafen habe.

  • Der Kugelroboter Cocotto von Panasonic soll sich an Kinder richten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Forpheus von Omron ist ein Tischtennis-Roboter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Gegen den Roboter können Menschen Tischtennis spielen - die neue, verbesserte Version soll auch mit Schmetterbällen klar kommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Forpheus in Aktion (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Schlagmechanismus des Forfeus. In der Bildmitte gut zu erkennen: der kleine Roboterarm, der die Bälle beim Aufschlag hält. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Forpheus ist fast drei Meter hoch und ziemlich imposant. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Qoobo ist ein Kissen, das bei Streicheleinheiten mit dem Schwanz wedelt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Qoobo soll dabei die Schwanzbewegungen einer Katze nachahmen - einen Kopf oder Beine hat der Roboter aber nicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Schwanz von Qoobo ist so flauschig wie der Rest des Roboters. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Qoobo ist ein Kissen, das bei Streicheleinheiten mit dem Schwanz wedelt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Interessant ist die Art und Weise, wie sich Cocotto fortbewegt: Der Ball hat keine Räder, stattdessen dreht sich ein Großteil des Gehäuses. Der Mittelteil des Balls, der ungefähr zwei Drittel der Oberfläche ausmacht, ist von einem durchsichtigen Plexiglasring umgeben. Dieser schließt bündig mit dem Rest der Oberfläche ab und ist daher zunächst nicht zu erkennen.

Cocotto bewegt sich dank Plexiglas-Ring

Damit Cocotto sich bewegt, wird der Ring durch einen Motor im Inneren gedreht. Der Rest des Balles wird durch ein Gyroskop stabil gehalten. Das ist wichtig, weil Cocotto auf der Vorderseite ein Gesicht aus LEDs hat. Hätte Panasonic auf einen Antrieb wie Sphero bei seinem BB8 gesetzt, hätte sich der komplette Ball gedreht und das Gesicht wäre nicht mehr auf der Vorderseite gewesen.

Rollen kann Cocotto gut, im Stehen wackelt der Roboter aufgrund des Gyroskops immer etwas umher. Die Stimme ist kindgerecht quäkig, Kindern dürfte das gefallen. Wann der Roboter auf den Markt kommt, hat Panasonic noch nicht mitgeteilt.

Qoobo lässt es wedeln

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Der skurrilste von uns auf der diesjährigen Ceatec entdeckte Roboter dürfte Qoobo von Yukai Engineering sein. Das Gerät wird vom Hersteller als Therapie-Roboter vermarktet: Es imitiert die Schwanzbewegungen von Hunden und Katzen, was beruhigend wirken soll.

Auf den ersten Blick sieht Qoobo aber zunächst etwas gruselig aus: Der Roboter ist mehr oder weniger ein Kissen mit Schwanz oder alternativ ausgedrückt: eine dicke Katze ohne Kopf und Beine. Qoobo reagiert auf unser Streicheln mit Schwanzwedeln - ein einfaches Konzept, das dank eines Motors und eines Sensors gut funktioniert. Das Wedeln ist dabei komplexer als es zunächst klingt: Die Schwanzbewegungen sind unregelmäßig und werden schneller, wenn wir Qoobo intensiver streicheln.

Qoobo ist unter anderem für ältere Menschen gedacht, die die Schwanzbewegungen beruhigend finden, selbst aber nicht mehr in der Lage sind, ein Haustier zu halten und zu versorgen. Auch für andere Therapieformen soll der Roboter geeignet sein. Unsere Beobachtungen am kleinen Messestand des Herstellers zeigen, dass der Schwanzwedelroboter durchaus eine positive Wirkung entfaltet: Die meisten Besucher, die Qoobo streichelten, schienen von dem Konzept angetan zu sein.

Roboter bleiben auf der Ceatec ein Thema

Die Ceatec zeigt auch im Jahr 2017, dass japanische Unternehmen weiterhin an den Erfolg von Robotern glauben. Gerade im häuslichen Bereich sehen die Unternehmen offenbar Potenzial, sei es im Bereich Kindererziehung oder bei älteren Kunden. Angesichts der Überalterung der japanischen Gesellschaft könnten sich hier in den kommenden Jahren weitere Möglichkeiten auftun, die dem Qoobo als Streichelroboter folgen.

Offenlegung: Golem.de war auf Einladung von Mitsubishi Electric in Tokyo. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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 Roboter auf der Ceatec: Von Ping-Pong-Monstern und Schwanzwedlern
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