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Robotaxis: General Motors dreht Cruise den Geldhahn zu

Nach den Fehlschlägen der letzten Monate will General Motors Cruise' Expansion einschränken und wesentlich weniger für das Robotaxi-Unternehmen ausgeben.
/ Tobias Költzsch
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Ein Cruise-Fahrzeug in San Francisco (Bild: Anadolu Agency via Reuters Connect)
Ein Cruise-Fahrzeug in San Francisco Bild: Anadolu Agency via Reuters Connect

Das Automobilunternehmen General Motors (GM) hat bekanntgegeben, dass es die Ausgaben für die Robotaxi-Tochterfirma Cruise drastisch reduzieren wolle. Das berichtet Wired(öffnet im neuen Fenster). Eingestellt wird der Dienst, der in den vergangenen Monaten für reichlich negative Schlagzeilen sorgte, laut GM-CEO Mary Barra nicht.

"Wir gehen davon aus, dass Cruise nach der Wiederaufnahme des Betriebs das Expansionstempo bewusster gestalten wird", erklärt Barra diplomatisch. Priorität sei nun, sich im Team auf Sicherheit, Transparenz und Rechenschaftspflicht zu konzentrieren. Wann der Betrieb wieder starten soll, ist noch unklar.

Cruise hat in San Francisco, Austin und Phoenix fahrerlose Robotaxis betrieben. In San Francisco wurde die Lizenz für den komplett fahrerlosen Betrieb gegen den Widerstand der Stadt durchgesetzt und kurze Zeit später widerrufen – als Folge von mehreren Zwischenfällen: Cruise-Taxis blieben beispielsweise mitten auf Kreuzungen stehen oder versperrten Rettungswege. Eine Frau wurde von einem der Wagen mitgeschleift.

Nach Unfall wurde der Dienst vorübergehend eingestellt

Die Frau wurde nach einem anderen Unfall auf die Straße geschleudert. Untersuchungen ergaben, dass das Cruise-Taxi zwar wie vorgeschrieben bremste, dann aber versuchte weiterzufahren. Dabei wurde die Frau vom Fahrzeug erfasst und mitgeschleift. Die Feuerwehr musste sie anschließend unter dem Auto befreien.

Cruise musste in der Folge zunächst den fahrerlosen Dienst einstellen und später alle Fahrzeuge von der Straße nehmen. Auch in Austin und Phoenix wurde der Robotaxi-Dienst eingestellt. Cruise-CEO Kyle Vogt trat im Zusammenhang mit den Vorfällen zurück.

Für GM zahlte sich die Übernahme von Cruise im Jahr 2016 nicht aus: Der Konzern machte seit 2017 mit dem Unternehmen 8,2 Milliarden US-Dollar Verlust. Allein für das Jahr 2023 soll Wired zufolge der Verlust bei 1,9 Milliarden US-Dollar liegen.


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