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Robotaxis: Cruise entlässt ein Viertel seiner Mitarbeiter

Da die geplante Expansion des Robotaxi-Betreibers Cruise ausfällt, müssen Angestellte gehen – fast ein Viertel.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Ein Fahrzeug von Cruise (Bild: Reuters)
Ein Fahrzeug von Cruise Bild: Reuters

Die nach einem Unfall in die Krise geratene Robotaxi-Firma Cruise entlässt fast ein Viertel ihrer Beschäftigten. Das Tochterunternehmen von General Motors setzte vor einem Monat seine Fahrten aus und stoppte weitreichende Expansionspläne .

Als Folge sollen 24 Prozent der Vollzeitstellen wegfallen, hauptsächlich im nicht-technischen Bereich, hieß es in einer am 14. Dezember 2023 veröffentlichten E-Mail(öffnet im neuen Fenster) an die Mitarbeiter. Cruise soll aktuell um die 2.500 Mitarbeiter haben(öffnet im neuen Fenster) .

Mit den Entlassungen wurde gerechnet . Bei dem Unfall Anfang Oktober hatte ein fahrerloses Auto von Cruise eine Frau mehrere Meter mitgeschleift. Die Fußgängerin war zuvor von einem anderen Fahrzeug mit einem Menschen am Steuer angefahren und vor das selbstfahrende Auto geschleudert worden. Dem Unfallbericht zufolge bremste das Robotaxi zwar sofort – die Frau geriet aber trotzdem unter das Fahrzeug.

Unfallopfer mehrere Meter weit mitgeschleift

Die Cruise-Wagen sind so programmiert, dass sie in einigen Fällen nach Kollisionen automatisch an den Straßenrand fahren, um den Verkehr nicht zu behindern. Auch in diesem Fall entschied sich die Software dazu – obwohl die Frau noch unter dem Wagen steckte. Sie sei dabei rund sechs Meter mitgezerrt worden, der Wagen habe ein Tempo von gut elf Kilometern pro Stunde erreicht, hieß es in einem Bericht der kalifornischen Verkehrsbehörde.

Nun verzichtet Cruise darauf, im kommenden Jahr wie geplant erste Fahrzeuge seines Origin-Robotaxis ohne Lenkrad und Pedale auf die Straße zu bringen. Stattdessen setzt der Anbieter weiter auf umgebaute Autos des GM-Elektromodells Chevy Bolt. Der Betrieb soll zunächst auch nur in einer Stadt wieder aufgenommen werden. Cruise war außer in San Francisco in fünf weiteren US-Städten unterwegs und wollte im kommenden Jahr ein Dutzend weitere hinzufügen.

Von Entlassungen betroffene Mitarbeiter sollen bis zum 12. Februar 2024 ihr Gehalt weiter beziehen und danach mindestens acht weitere Wochen Gehalt bekommen. Langjährige Mitarbeiter können zusätzlich pro Jahr Betriebszugehörigkeit weitere zwei Wochen Gehalt bekommen, bis zu einem maximalen Zeitraum von drei Jahren – also weitere sechs Wochen. Außerdem läuft die interne Krankenversicherung bis Mai 2024 weiter.


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