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Robotaxi: Waymos Robotaxis bekommen im Zweifel menschliche Hilfe

Waymo hat bei einer Anhörung Details zur menschlichen Hilfe seiner Robotaxis bekanntgegeben. Zum Teil greifen Operatoren aus den Philippinen ein.
/ Tobias Költzsch
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Ein Waymo-Taxi in Austin, Texas (Bild: Brandon Bell/Getty Images)
Ein Waymo-Taxi in Austin, Texas Bild: Brandon Bell/Getty Images

Die autonomen Taxis von Waymo sind in bestimmten Situationen auf menschliche Hilfe angewiesen. Wie Waymos Chief Safety Officer Mauricio Pena bei einer Anhörung vor einem Senatskomitee in den USA erklärte, greifen bei schwierigen oder unklaren Situationen menschliche Mitarbeiter ein. Das berichtete People.com(öffnet im neuen Fenster) .

Die Mitarbeiter übernehmen aber Pena zufolge nie selbst das Steuer, sondern geben der autonomen Steuerung des Waymo nur Tipps. Gefahren werde das Robotaxi stets vom System selbst, nicht von einem Menschen, heißt es in einer Antwort Penas auf eine Frage des demokratischen Senators Es Markey.

Ein Waymo könne "in bestimmten Situationen" nachfragen und bekomme dann Input von einem menschlichen Operator. Ein Waymo-Sprecher erklärte People.com, dass es sich in der Regel um "zusätzlichen Kontext" handele. Denkbar sind wohl bestimmte Fahrmanöver oder Erklärungen zu Hindernissen.

Einige Remote-Mitarbeiter sitzen auf den Philippinen

Senator Markey fragte Pena auch, wo diese Remote-Mitarbeiter sitzen. Pena zufolge gibt es einige in den USA, aber auch in Übersee. Auf eine weitere Nachfrage hin konkretisierte Pena diese Angabe: Die Operatoren arbeiten auf den Philippinen.

Alleine deshalb dürfte eine echte Remote-Steuerung kaum möglich sein, da die Latenz vermutlich zu hoch wäre, um ein Auto in Echtzeit durch den Straßenverkehr zu lotsen. Markey schien aber auch mit der beratenden Funktion der Mitarbeiter nicht sonderlich zufrieden zu sein.

"Dass Menschen aus Übersee Einfluss auf amerikanische Fahrzeuge nehmen, ist ein Sicherheitsproblem" , sagte der Senator. "Die Informationen, die die Operatoren erhalten, könnten veraltet sein. Dies könnte zu enormen Schwachstellen in der Cybersicherheit führen."

Waymo zufolge lagerte das Unternehmen die Arbeit aufgrund der weltweiten Expansionsstrategie auch auf die Philippinen aus. Im Zweifel dürfte die menschliche Überprüfung verhindern, dass ein Waymo Fehler macht und sich etwa irgendwo festfährt.


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