Robotaxi: Waymo sammelt Milliarden und will expandieren

Das Alphabet-Unternehmen Waymo hat im Rahmen einer Finanzierungsrunde 16 Milliarden US-Dollar gesammelt. Wie der Robotaxi-Betreiber mitteilt(öffnet im neuen Fenster) , wird das Unternehmen nun mit 126 Milliarden US-Dollar bewertet. Neben dem Hauptinvestor Alphabet haben zahlreiche Risikokapitalgeber investiert.
Waymo will 2026 expandieren, auch außerhalb der USA. Insgesamt sollen in über 20 Städten zumindest die Grundlagen für die autonom fahrenden Taxis gelegt werden. Bevor diese an den Start gehen können, sind zahlreiche Tests und Sicherheitsfahrten notwendig, um lokale Auflagen zu erfüllen. Zu den Städten außerhalb der USA, in denen Waymo starten will, gehören London und Tokio.
Waymo zufolge wurden mittlerweile 127 Millionen Meilen (204 Millionen Kilometer) vollautonom von den eigenen Robotaxis zurückgelegt. Dabei soll die Anzahl an Unfällen mit schweren Verletzungen um 90 Prozent zurückgegangen sein.
Starke Zunahme der gebuchten Fahrten
2025 konnte Waymo eigenen Angaben zufolge die Anzahl an Fahrten auf 15 Millionen verdreifachen. Entsprechend sieht sich der Anbieter nicht mehr in der Prüfungsphase eines Konzeptes, sondern bereits in der Skalierungsphase – also im Ausbau eines kommerziellen Produktes.
Waymo verwendet bei seinen Fahrzeugen sowohl Kameras als auch Radar und Lidar, was vor allem nachts und bei schlechtem Wetter Vorteile bietet. Damit unterscheidet sich das Konzept von Elon Musks Robotaxis, die nur mit Kameras ausgestattet sind. Studien zufolge sind Waymo-Fahrten statistisch gesehen sicherer als die menschlicher Fahrer.
Perfekt ist Waymo allerdings nicht: In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Vorfällen. Neben skurrilen Situationen wie einem nächtlichen Hupkonzert auf einem Parkplatz in San Francisco überfuhr ein Waymo-Auto in der Vergangenheit eine Katze . Erst kürzlich wurde ein Kind angefahren und leicht verletzt – der Unfall wäre Waymo zufolge mit einem menschlichen Fahrer schlimmer ausgegangen.



