Robotaxi: Ex-Uber-CEO sieht Tesla im Nachteil gegenüber Waymo
Der ehemalige CEO von Uber, Travis Kalanick, hat sich in einem Podcast(öffnet im neuen Fenster) zur Konkurrenz zwischen Waymo und Tesla im Robotaxi-Geschäft geäußert. Electrek(öffnet im neuen Fenster) zitiert Kalanick mit den Worten, Waymo habe "offensichtlich" einen Vorteil gegenüber Tesla.
Waymos Herausforderungen sind ihm zufolge weniger auf technischer Seite zu suchen, die Technologie des Alphabet-Konzerns hält der Unternehmer für erprobt. Vielmehr solle es bei dem Robotaxi-Anbieter mittlerweile darum gehen, den Dienst zu skalieren und aggressiv in weiteren Märkten anzubieten.
Teslas Herangehensweise, nur auf Kameras und nicht wie Waymo zusätzlich auf Sensoren wie Radar und Lidar zu setzen, sieht Kalanick kritisch. Ihm zufolge wartet das Unternehmen auf einen "ChatGPT-Moment" , durch den autonomes Fahren nur mit Kameras genauso sicher würde wie mit zusätzlichen Sensoren.
Radar und Lidar bieten bessere Übersicht im Dunkeln
Waymos Telemetrie ist vor allem im Dunkeln und bei schlechtem Wetter zuverlässiger als Teslas System nur mit Kameras. Waymo stellte Anfang 2026 seine neue Technologiegeneration Driver 6 vor , bei der die Anzahl der Kameras von 29 auf 16 reduziert werden konnte.
Das System wurde insgesamt günstiger, Electrek spricht von 20.000 US-Dollar – 50 Prozent weniger als zuvor. Waymo bietet seinen Dienst in mittlerweile zehn Städten in den USA an, mit ca. 400.000 bezahlten Touren pro Woche. Zudem finden in London Testfahrten statt. Tesla betreibt etwa 35 Robotaxis in Austin, Texas, mit Fahrern an Bord, die im Notfall eingreifen können.
Travis Kalanick beabsichtigt, selbst ins Robotaxi-Geschäft einzusteigen. Sein Unternehmen Atoms soll autonome Fahrzeugsysteme entwickeln. Uber soll Kalanicks Vorhaben unterstützen. Angeblich will Kalanick aggressiver auf den Markt drängen als Waymo, das seine Technologie eher vorsichtig und auf Sicherheit bedacht entwickelt.
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