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Robosimian: Jonglieren beim Klimmzug
Robosimian: Jonglieren beim Klimmzug (Bild: JPL)

Robosimian Affenroboter soll bei Darpa Robotics Challenge bestehen

Ein Roboter nach dem Vorbild eines Affen soll für das Jet Propulsion Laboratory der Nasa die Darpa Robotics Challenge gewinnen. Robosimian kann auch schon im unfertigen Zustand manche der gestellten Aufgaben lösen.

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Einen Roboter nach dem Vorbild eines Menschenaffen will das Jet Propulsion Laboratory (JPL) in einen Roboterwettbewerb der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) schicken. Er soll sich als Helfer bei Rettungseinsätzen bewähren.

Der Roboter heißt Robosimian von "simian" (Affe). Der Unterschied zu einem humanoiden Roboter liegt offensichtlich darin, dass der Robosimian nicht nur aufrecht, sondern auch auf allen Vieren läuft. Der vierfüßige Gang soll dem Roboter mehr Stabilität verleihen. Zudem sollen Hände und Füße gleichermaßen zur Fortbewegung und zur Manipulation genutzt werden.

Die Hände des Robosimian stammen von der Stanford Universität. Eine Hand verfügt über drei Finger, die so angeordnet sind, dass sich zwei Finger und ein Daumen gegenüberstehen. Damit kann der Roboter sehr geschickt zugreifen: Er kann beispielsweise einen Bohrschrauber bedienen. Der Umgang mit Werkzeugen gehört zu den Aufgaben der Robotics Challenge. Die Hände können aber auch fest genug zupacken, dass der Roboter Klimmzüge machen kann. Bei den Klimmzügen kann er mit den Füßen noch Glasgegenstände jonglieren.

Stabilität und Überlegung

Robosimian soll in der Robotics Challenge antreten, den die Darpa 2012 ausgeschrieben hat. Der Wettkampf findet in rund vier Monaten statt. Bis dahin wird der Robosimian auch fertig sein. Bei der Entwicklung des Roboters hätten sie mehr Wert auf Stabilität und Überlegung als auf Dynamik und Reaktion gelegt, erklären die JPL-Forscher. Dadurch werde der Roboter weniger Fehltritte machen, wodurch er im Betrieb weniger fehleranfällig und am Ende schneller sei.

In der Robotics Challenge simulieren die Roboter einen Rettungseinsatz: Sie müssen zunächst in einem Fahrzeug zum Einsatzort fahren. Dort angekommen, müssen sie Treppen oder Leitern erklimmen, Türen öffnen, sie notfalls zuvor freiräumen. Alternativ müssen sie in der Lage sein, eine Betonwand zu durchbrechen. Schließlich sollen die Roboter ein Ventil verschließen und Teile wie eine Pumpe austauschen können. Dabei müssen sie herkömmliches Werkzeuge benutzen.

Zwei Teilnehmerfelder

Bei dem Wettbewerb gibt es zwei Teilnehmerfelder: Im Track A treten eigens für diesen Wettkampf entwickelte Roboter an. Einer der Gegner des Robosimian ist der Chimp, eine Mischung aus humanoidem Roboter und Kettenfahrzeug, der an der Carnegie Mellon Universität entwickelt wird.

In der Virtual Robotics Challenge (VRC) bauen die Teilnehmer keinen eigenen Roboter, sondern entwickeln lediglich die Algorithmen, die nötig sind, um die Wettbewerbsaufgaben zu erfüllen. Diese werden dann auf Atlas getestet. Das ist ein humanoider Roboter, den das Unternehmen Boston Dynamics für die Robotics Challenge gebaut hat.


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