Roborock Q Revo saugt und wischt wie ein Teurer
Im Putztest saugt der Roborock Q Revo auf kräftigster Stufe (5.500 Pascal) auf sehr hohem Niveau. Vom Testschmutzmix beseitigt er auf Hartboden 96 Prozent und auf Teppich 95 Prozent. Damit reinigt er gründlicher als der Ecovacs T20 und fast so gut wie der S8 Pro Ultra.
Womöglich gibt bei letzterem der Einsatz zweier Gummibürsten statt nur einer den Ausschlag. Groß ist der Unterschied aber nicht. Anlass zur Kritik gibt der Q Revo, weil er ebenso wie das Vorgängermodell Q7 Max+ (Test auf Golem.de) beim Hochheben Dreck verliert. In der Praxis dürfte es zwar kaum Grund geben, ihn neu zu positionieren. Trotzdem sollte so etwas nicht passieren.
Makellos ist das Ergebnis des Wischtests. Angetrockneten Ketchup beseitigen die Wischmopps des Q Revo in nur einem Reinigungsdurchgang auf Anhieb. Damit zieht er mit der Gründlichkeit der Mopps im Ecovacs T20 gleich und übertrifft die Wischtuchleistung des S8 Pro Ultra, der nach einer Tour leichte Schlieren hinterlässt.
Bisher gab Roborock an, dass ein vibrierendes Wischtuch sauberer als ein rotierendes Mopp-Duo putze. Das eigene Experiment im Q Revo widerlegt die Einschätzung.
Mit einem anhebbaren Wischmodul hatte Roborock zwar bereits Erfahrung. Beim Q Revo kombiniert er eine Lifttechnik erstmals mit Mopps, die dicker als ein Tuch sind und daher höher gehoben werden müssen. Sieben Millimeter hievt das Modul die Zotteln in die Luft.
Der Praxiseindruck ist besser als beim Hersteller Ecovacs, der im T20 erstmals das Wischmodul bei der Überfahrt auf Teppich anhebt. Die Liftkonstruktion des Q Revo lässt sich noch weniger von Teppichkanten beirren und klappt keine Ecke wie mit einer Gabel um.
Gründliche Waschanlage, hoher Akkuverbrauch
Nach beendetem Einsatz sorgt die Selbstreinigungsstation des Roborock Q Revo für den versprochenen Komfort. Sie lässt die Mopps auf hervorstehenden Noppen rotieren, um sie sauber zu schrubben. Das führt zu gründlichen Ergebnissen.
Selbst die dicke Ketchup-Pampe wäscht sie nach unserem Putzhärtetest ohne nennenswerte Rückstände weg. Bleibt etwas von der Brühe in der Waschmulde hängen, kann man die Plastikschale einfach als Ganzes herausnehmen und reinigen. In die Basisstation anderer Roborock-Modelle oder weiterer Hersteller muss man mitunter halb hineinkrabbeln, um sie zu säubern.
Das Schmutzwasser kann man eine Weile im Tank lassen. Gerüche treten bei der Lagerung nicht aus. Auch der Beutel für den zwischengelagerten Schmutz macht ständiges Entleeren entbehrlich. Das automatische Absaugen ist allerdings laut. Daran ändert auch Roborocks neues Modell nichts.
Außer um die Selbstreinigung kümmert sich die Station um das Aufladen des Roboter-Akkus. Der bietet so viel Kapazität wie viele andere Geräte auch: 5.200 Milliamperestunden. Mit der verfügbaren Energie geht der Q Revo aber nicht sehr sparsam um.
Nach einer Stunde bei höchster Saugkraft und Moppnässe beträgt der Restladestand nur noch 36 Prozent. Damit geht dem Q Revo noch schneller die Puste aus als dem Roborock S8 Pro Ultra (46 Prozent). Dabei reinigt er mit 51 Quadratmetern in der Zeit nur minimal mehr Fläche (S8 Pro Ultra: 48 Quadratmeter).
Roborock Q Revo: Verfügbarkeit und Fazit
Der Roborock Q Revo kommt zum Preis von 849 Euro am 14. Juli im Handel. Eine Erstausstattung an Wischmopps für den Roboter und einem Staubbeutel für die Station gehört zum Lieferumfang. Offizielle Preise für Ersatzmaterial nennt Roborock bisher nicht.
Bei Aliexpress kosten zwei Staubbeutel 20 Euro, ein Set mit zwei Mopp-Paaren kostet 23 Euro. Eine Alternative in der gleichen Preisklasse ist der Ecovacs Deebot T20 Omni für 1.099 Euro. Dessen Spezialität: Er wäscht die Mopps mit erhitztem Wasser statt mit Wasser in Raumtemperatur. Roborocks Topmodell S8 Pro Ultra kostet 1.499 Euro. Es hat keine anderen Funktionen als der Q Revo, kommt aber mit dem Anspruch, in allen Aspekten die Spitze des Herstellersortiments darzustellen.
Es ist üblich, dass Hersteller teure und mittelpreisige Geräte parallel anbieten, um unterschiedlichen Budgets gerecht zu werden. Im Normalfall geht die Preisdifferenz mit einem Leistungsgefälle bei der Technik einher.
Der Roborock Q Revo überrascht als eine seltene Ausnahme von der Regel. Er saugt, wischt, umfährt Kleinkram und putzt sich selbst auf dem gleichen Niveau wie das fast doppelt so teure Modell S8 Pro Ultra. Bei der Feuchtreinigung ist der Q Revo sogar noch etwas gründlicher.
Die Premiere rotierender Wischmopps, die sich bei einer Teppichüberfahrt anheben, ist Roborock gelungen. Das Topmodell aus der S8-Reihe saugt zwar noch minimal besser, geht mit dem Akku sparsamer um und bietet das hochwertigere Design – doch der viel höhere Preis dafür ist schwer zu rechtfertigen.
Der Alternative aus der gleichen Preisklasse, dem Ecovacs Deebot T20, ist der Q Revo wegen der besseren Saugleistung vorzuziehen. Zum aufgerufenen Preis bietet das Roborock-Modell sehr viel Leistung und Komfort.
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