Schnell startbereit, bequem bedienbar
Erwartungsgemäß lässt sich der Roborock Q Revo im Test einfach einrichten und bedienen. Netzkabel einstöpseln, Frischwasser auffüllen, den Roboter mit der Herstellerapp für Android und iOS ins WLAN-Heimnetz einbinden – schon ist das Gerät startbereit.
Die App bietet praktisch den gleichen großen Funktionsumfang wie für den S8 Pro Ultra. Per Software schickt man ihn durchs ganze Zuhause, nur in einzelne Räume oder zu besonders verschmutzten Stellen. Per 2D- oder 3D-Karte guckt man live dabei zu, wenn man will.
Bis zu vier Grundrisse merkt sich der Q Revo. Die Saugkraft und der Wasserdurchfluss lassen sich nach Gusto für jeden Raum anpassen. Mit Schaltplänen legt man fest, wann der Q Revo ohne Aufforderung putzen soll, mit Sperrzonen, welchen Bereichen er immer fernbleiben soll.
Wie oft und intensiv die Station die Mopps waschen und wie lange sie diese trocknen soll, lässt sich ebenfalls per Software bestimmen. Trotz vieler Funktionen wirkt die Menüstruktur schlüssig und übersichtlich, so dass sich auch Neulinge nach kurzer Eingewöhnung leicht zurechtfinden.
Ist das Smartphone nicht zur Hand, startet und stoppt man den Roborock Q Revo wahlweise mit Sprachbefehlen für Amazon Alexa, Google Assistant oder Siri. Alternativ reagiert der Putzroboter auf Tastendrücke am Gehäuse.
Ein wenig Cloud, viel lokaler Betrieb
Der Einsatz der App erfordert ein persönliches Webkonto mit E-Mail-Adresse und Passwort bei Roborock sowie eine aktive Internetverbindung. Sonst lässt sich die Software nicht manuell bedienen. Zu festen Uhrzeiten terminierte Reinigungspläne starten dann auch nicht.
Mindestens zur Abfrage von Firmwareupdates landet natürlich auch die IP-Adresse auf Roborock-Servern. Wie es bei Nutzern zuhause aussieht, erfährt der Hersteller eigenen Angaben nach nicht. Demnach lädt der Putzroboter weder Grundrisse noch Einsatzprotokolle hoch.
Stattdessen speichert er laut Roborock alles lokal. Anders als frühere Modelle hat der Q Revo keine Kamera, die Hindernisse filmt, sondern eine Sensorik, die Objekte durch Lichtreflexionen erkennt. Die Ergebnisse nutzt das Gerät dem Hersteller zufolge für den Betrieb und speichert sie nicht dauerhaft.
Dass Roborocks IT die wenigen erfassten Datenpunkte zugunsten der Privatsphäre wirksam schützt, bescheinigen dem Hersteller Zertifikate des TÜV. Wer den Datenschutz selbst in die Hand nehmen will, befreit Roborock-Roboter mittels inoffizieller Firmware von jeglichem Cloud-Zugriff. Die Geräte der Marke gehören zu den wenigen, bei denen das überhaupt geht.
Halsbrecherische Fahrt, präzise Navigation
Mittels Lasernavi im Sensorturm (LiDAR) lotst sich der Roborock Q Revo im Test schnell und präzise über die Reinigungsfläche. Für die Erstkartierung benötigt der Putzroboter acht Minuten, nur zwei mehr als der S8 Pro Ultra. Mit seinem kreisrunden Gehäuse von 35 Zentimetern Durchmessern und 9,7 Zentimetern Höhe putzt er ebenso wendig unter flachen Möbeln.
Laut Roborock soll er bis zu zwei Zentimeter hohe Schwellen überwinden. Im Test erklimmt der Q Revo in halsbrecherischen Manövern auch minimal höhere Querstreben eines Wäscheständers und die von Rohrstühlen. Dabei hebt er kurzzeitig vom Boden ab, bleibt aber nicht in der Luft hängen. Dadurch ist der Q Revo ebenso wie der Ecovacs T20 für den Stuhlslalom im Essbereich geeignet, während das dem teuren S8 Pro Ultra nicht so souverän gelingt.
Damit man vor dem Putzen keinen Kleinkram wegräumen muss, soll der Q Revo diesen mit zusätzlicher Sensorik in Fahrtrichtung erkennen und umfahren. Zu technischen Details hält Roborock sich bedeckt. Was hinter "Reactive Tech" steckt, bleibt unklar. Zu erfahren ist, dass "strukturiertes Licht", also vermutlich ein Time-of-Flight-Sensor zum Einsatz kommt. Im Test arbeitet der Q Revo damit auf dem gleichen Niveau wie der S8 Pro Ultra.
Eine Tierkotattrappe, Hausschuhe, eine Steckerleiste sowie Playmobilfiguren umkurvt der Roborock Q Revo im Test souverän. Dass er Socken und zwei Ladekabel wegschiebt, ist verkraftbar. Dabei entsteht kein Schaden. Als einzigen echten Patzer erlaubt sich der Q Revo ein umgekipptes Sektglas. Damit haben aber auch viel teurere Geräte Probleme.
Trotz des insgesamt sehr guten Ergebnisses ist die Fahrweise des Putzroboters nichts für schwache Nerven. Er stürmt mit hohem Tempo auf ein Hindernis zu und bremst erst im letzten Augenblick davor ab. Bei der Konfrontation mit einem Tierhäufchen treibt das den Puls hoch. Eine Kollision bleibt im Test aber aus.
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| Roborock Q Revo im Test: Genauso gründlich, aber nur halb so teuer | Roborock Q Revo saugt und wischt wie ein Teurer |










Nicht unbedingt. Aktuell gibt es z. b. den Dreame L10s Ultra für 799 ¤ im Prime Day...
Wie das wirkt, ist nicht relevant. Es ist wie es ist. So einfach ist das...
kwt
Die Zeitersparnis ist enorm. Ebenso die Geldersparnis. Im Fall z. b. nur eines Dreame...