Robopin: Fujitsus Wegweiser aus dem Wall-E-Universum

Wer das erste Mal Fujitsu Robopin sieht und Wall-E kennt, denkt sofort an Eve, den eleganten, aber auch tödlichen Kampfroboter aus Pixars Animationsfilm. Waffen fehlen Robopin zum Glück, stattdessen nutzt der kleine stationäre Roboter seine Arme, um Besuchern den Weg zu weisen.

Fujitsu verzichtet dabei bewusst auf eine menschenähnliche Gestalt. Das Gerät kann Kopf und Arme bewegen und erfüllt seine Funktion alleine schon deswegen recht gut, weil die Form sofort sympathisch wirkt.




Der Roboter weist den Weg individuell, denn er weiß, wo der Besucher zuvor war und welcher Interessensgruppe er angehört, sofern die Infrastruktur vorhanden ist. Robopin interpretiert Beacons, die der Besucher trägt und die etwa in einem Namensschild stecken können. Das System ist darauf ausgelegt, dass die Route des Anwenders beispielsweise in einer Ausstellung kontinuierlich überwacht wird. Anhand dieser Daten entscheidet der Robopin, wohin die nächste Wegempfehlung führt. Er weist auch Besucher darauf hin, wenn sie eventuell auf dem Weg etwas verpasst haben. Im Beacon können weitere Informationen gesammelt werden, um beispielsweise Interessensgruppen oder den Beruf des Besuchers zu definieren, damit Robopin genauere Empfehlungen anbieten kann.
Technisch funktioniert das System mit Bluetooth Low Energy. Damit wird auch die notwendige Reichweite für das Erkennen der Besucher erreicht.
Derzeit lässt sich der Robopin nicht kaufen. Der Roboter gilt Fujitsu-intern als Demonstrationsprojekt und spricht nur Japanisch. Wann und ob der Wegweiser auf den Markt kommt, ist unbekannt.



