• IT-Karriere:
  • Services:

Robofly: Künstliche Fliege hebt drahtlos ab

Fliegende Miniroboter nach dem Vorbild von Insekten gibt es schon seit einigen Jahren. Bisher brauchten sie Energie und Steuerung von außen. Deshalb flogen sie angeleint. Die Robofly hat ein Gehirn und wird per Laser mit Strom versorgt.

Artikel veröffentlicht am ,
Robofly: Energieversorgung über hochfrequente Funksignale erwogen
Robofly: Energieversorgung über hochfrequente Funksignale erwogen (Bild: Mark Stone/University of Washington)

Kaum größer als das Original und auch nicht viel schwerer: Wissenschaftler der Universität von Washington in Seattle haben einen Roboter nach dem Vorbild einer Fliege gebaut. Anders als sein Vorgänger, die Roboterbiene, braucht die Roboterfliege kein Kabel, weil sie drahtlos mit Energie versorgt wird.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Berlin
  2. CCV GmbH, Hamburg

Robofly ist ein Miniroboter, der nur wenig größer ist als eine Stubenfliege. Er fliegt wie das Insekt mit zwei dünnen Flügeln - ein Flugroboter dieser Größe ist zu klein für Propeller. Allerdings stellt der Antrieb auch ein Problem dar: Flügelschlagen ist energieaufwendig und muss koordiniert werden.

Letzteres Problem lösten die Forscher, indem sie den Roboter mit einem Mikrocontroller ausstatteten. Der arbeitet ähnlich wie das Gehirn einer Fliege und steuert die Flügel. Die Energieversorgung erfolgt drahtlos von außen: Die Robofly hat eine Photovoltaikzelle, auf die ein Laser gerichtet wird.

Die Zelle wandelt das auftreffende Licht in Strom. Allerdings reicht die Spannung nicht aus. Die beträgt 7 Volt, der Antrieb braucht aber 240 Volt. Die Forscher um Sawyer Fuller entwickelten einen Aufwärtswandler, der diese Aufgabe übernimmt.

Robofly ist nicht der erste Roboter, der nach dem Vorbild eines Insekts gestaltet wurde. Die 2013 vorgestellte Robobee, die Fuller mit entwickelt hat, war jedoch auf eine externe Energieversorgung und Steuerung angewiesen. Deshalb hing sie an Kabeln. "Früher war das Konzept von drahtlosen, insektengroßen Flugrobotern Science Fiction. Würden wir sie je ohne Kabel zum Laufen bringen können?", fragt Fuller. "Unser neuer kabelloser Robofly zeigt, dass wir viel näher an der Verwirklichung sind."

Fliegen kann die Robofly. Das Problem ist im Moment noch der Laser: Sobald sein Strahl nicht mehr auf die Photovoltaikzelle trifft, geht dem Roboter der Strom aus und er landet. Die Forscher wollen jetzt den Laser besser steuern, damit er die Robofly dauerhaft mit Strom versorgen kann. Außerdem erwägen sie andere Möglichkeiten der Energieversorgung, etwa über hochfrequente Funksignale oder über kleine Akkus.

Das Team um Fuller wird die Robofly auf der International Conference on Robotics and Automation vorstellen. Die renommierte Konferenz findet in diesem Jahr vom 21. bis 25. Mai in Brisbane in Australien statt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. LG OLED65CX9LA für 1.999€, Panasonic TX-50HXW584 für 449€)
  2. 72,90€ (Bestpreis)
  3. 299€
  4. 119,90€ (Bestpreis)

rothohlerb 24. Mai 2018

Statt kabelgebunden nun lasergebunden - für die Praxis das gleiche Problem. Und auch...

bombinho 18. Mai 2018

Nein, es ging mir nicht um eine komplette Nutzung des Auftriebseffektes sondern die...

Duke83 18. Mai 2018

"ein Mikrokontroller der ie ein Gehirn funktioniert" WTF. Wenn Technik News einfach immer...

dp2419 18. Mai 2018

Und ein Laser ist keine Energie von außen oder was?


Folgen Sie uns
       


Watch Dogs Legion - Fazit

Mit Legion liefert Ubisoft das bisher mit Abstand beste Watch Dogs ab.

Watch Dogs Legion - Fazit Video aufrufen
Moodle: Was den Lernraum Berlin in die Knie zwang
Moodle
Was den Lernraum Berlin in die Knie zwang

Eine übermäßig große Datenbank und schlecht optimierte Abfragen in Moodle führten zu Ausfällen in der Online-Lernsoftware.
Eine Recherche von Hanno Böck


    Star Wars und Star Trek: Was The Mandalorian besser macht als Discovery
    Star Wars und Star Trek
    Was The Mandalorian besser macht als Discovery

    Unabhängig von der Story und davon, ob man Star Trek oder Star Wars lieber mag - nach den jüngsten Staffeln wird deutlich: Discovery kann handwerklich nicht mit The Mandalorian mithalten. Achtung, Spoiler!
    Ein IMHO von Tobias Költzsch

    1. Lucasfilm Games Ubisoft entwickelt Open World mit Star Wars
    2. Krieg der Sterne Star Wars spielt unter dem Logo von Lucasfilm Games
    3. Star Wars chronologisch Über 150 Stunden Krieg der Sterne

    20 Jahre Wikipedia: Verlässliches Wissen rettet noch nicht die Welt
    20 Jahre Wikipedia
    Verlässliches Wissen rettet noch nicht die Welt

    Noch nie war es so einfach, per Wikipedia an enzyklopädisches Wissen zu gelangen. Doch scheint es viele Menschen gar nicht mehr zu interessieren.
    Ein IMHO von Friedhelm Greis

    1. Desktop-Version Wikipedia überarbeitet "klobiges" Design

      •  /