Roboat: MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote

Kanäle sind auch Straßen. Das MIT entwickelt autonom fahrende Boote, die den Verkehr entlasten sollen: Sie befördern Menschen und Waren. Sie können sich aber auch zu Brücken oder schwimmenden Veranstaltungsplattformen zusammenschließen.

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Autonom fahrendes Boot des MIT: neue Fertigungsmethode, ein verbessertes Rumpfdesign, bessere Algorithmen
Autonom fahrendes Boot des MIT: neue Fertigungsmethode, ein verbessertes Rumpfdesign, bessere Algorithmen (Bild: MIT)

Boot, Brücke, Bühne: Forscher das Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben autonom fahrende Boote entwickelt, die in Städten wie Amsterdam oder Venedig Menschen und Güter befördern sollen. Die Wasserfahrzeuge werden einfach mit dem 3D-Drucker hergestellt.

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Der Rumpf des Bootes ist rechteckig, vier Meter lang und zwei Meter breit. Das Wasserfahrzeug hat zwei Antriebe: jeweils einen Elektromotor an den beiden schmalen Seiten. Das hat den Vorteil, dass es nicht wenden muss, um in die andere Richtung zu fahren. Die Boote sind mit diversen Sensoren, Mikrocontrollern, GPS-Modulen und anderer Hardware ausgestattet, mit denen sie ihre Position bestimmen und autonom navigieren.

Der Rumpf soll per 3D-Drucker hergestellt werden. Er besteht aus 16 Elementen, die dann zusammenmontiert werden. Der fertige Rumpf wird anschließend mit mehreren Lagen Fiberglas versiegelt.

Das Boot entwickelt das MIT zusammen mit dem Amsterdam Institute for Advanced Metropolitan Solutions (AMS) im Rahmen des Projekts Roboat. Mit den Booten sollen die Kanäle von Amsterdam und anderen Städten als Verkehrswege ausgebaut werden. Die Boote sollen Menschen von einem Ort zum anderen zu bringen. Sie könnten aber auch Waren liefern oder den Müll abtransportieren, sagt Daniela Rus, Leiterin des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des MIT.

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Die Boote können sich zudem noch zu größeren schwimmenden Strukturen zusammenschließen, etwa einer Brücke, einer Bühne oder einer Plattform für andere Veranstaltungen. Das ermögliche es, Aktivitäten, die normalerweise an Land stattfänden, aufs Wasser zu verlegen und dadurch die Abläufe in der Stadt weniger zu stören, sagt Rus.

Das Projekt läuft seit einigen Jahren. 2016 wurde ein Prototyp auf den Kanälen der niederländische Stadt getestet. Neu ist die Fertigungsmethode, ein überarbeitetes Rumpfdesign, das die Boote wendiger und effizienter macht, sowie bessere Algorithmen unter anderem für das Andocken. Letztere haben die MIT-Forscher mit einem kleineren Boot in einem Schwimmbad sowie auf dem Charles River getestet.

Ihre Ergebnisse haben die Forscher um Rus auf der International Conference on Robotics and Automation (Icra) vorgestellt. Die renommierte Konferenz hat in dieser Woche Mai in Brisbane in Australien stattgefunden.

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