Robex: Roboter für oben und unten

Roboter zu entwickeln, die auf dem Mond und dem Meeresgrund eingesetzt werden können, ist das Ziel des Projekts Robex. Beteiligt sind 15 Einrichtungen aus der Raumfahrt und der Meeresforschung.

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Tiefsee-Lander wird ins Wasser gelassen: bisher nur Unterwasserfahrzeuge mit Kabel.
Tiefsee-Lander wird ins Wasser gelassen: bisher nur Unterwasserfahrzeuge mit Kabel. (Bild: Thomas Soltwedel/AWI)

Was haben die Rückseite des Mondes und die Tiefsee gemeinsam? Lebensfeindliche Bedingungen - und Roboter: Im Rahmen des Projekts Robotische Exploration unter Extrembedingungen (Robex) entwickeln mehrere deutsche Forschungseinrichtungen Roboter für die Erforschung des Himmelskörpers und des Meeresbodens.

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"Der Mond und die Tiefsee mögen auf den ersten Blick wenig gemein haben. Fakt ist aber, dass wir bei der Erforschung beider Regionen vor den gleichen technischen Herausforderungen stehen", erklärt Karin Lochte, wissenschaftliche Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI). Das in Bremerhaven ansässige Institut koordiniert das Projekt.

Ungemütlich

Beide Bereiche - Mond wie Tiefsee - sind nicht gerade gemütlich: Auf der Rückseite des Mondes etwa schwanken die Temperaturen zwischen plus 130 Grad Celsius und minus 160 Grad Celsius. In der Tiefsee ist es da vergleichsweise warm: Es wird nur 0 Grad kalt, dafür bis zu 400 Grad heiß. Zudem ist es auf dem Meeresboden stockfinster, und es herrscht ein immenser Wasserdruck.

Abgesehen davon, dass Mond und Meer beide ausgesprochen lebens- und technikfeindlich sind, teilen sie eine weitere Gemeinsamkeit: das Interesse der Wissenschaft. So hoffen die Forscher, auf der Rückseite des Mondes Hinweise auf dessen Geschichte zu finden. Außerdem wäre sie ein guter Standort für ein Teleskop. Die Tiefsee hingegen ist ein Lebensraum auf der Erde, der noch weitgehend unbekannt ist.

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Wegen der Bedingungen bietet es sich an, beide Regionen von Robotern erforschen zu lassen. Allerdings gebe es noch keine "Lösung für die Frage, wie sich Robotersysteme ein Jahr lang allein und selbstständig fortbewegen und messen können, ohne ihre Batterien zu überstrapazieren. In diesem Projekt wollen wir voneinander lernen und gemeinsam neue Ideen entwickeln", sagt Lochte.

An dem Projekt arbeiten Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Raumfahrt und Meeresforschung mit. Ziel ist, Robotertechnik für die Erkundung oder das Nehmen von Proben zu entwickeln, die beide Bereiche nutzen können. Auf einer Tagung am heutigen Montag in Bremen zum Auftakt des Projekts gewähren sich die Wissenschaftler gegenseitig Einblicke in ihre Systeme, um herauszufinden, wo es Gemeinsamkeiten gibt.

Autonome Navigation

Die Meeresforscher etwa könnten von den Erkenntnissen der Raumfahrttechniker bei der autonomen Navigation profitieren, sagt AWI-Tiefsee-Experte Frank Wenzhöfer. "Bisher nutzen wir nur Unterwasserfahrzeuge, die über Kameras und Kabel mit uns verbunden sind und ferngesteuert werden. In Zukunft sollen sie über längere Zeiträume allein ihren Weg finden und dabei bestenfalls noch aus Fehlern lernen."

An Robex sind 15 Forschungseinrichtungen beteiligt - neben dem AWI mit dem Kieler Geomar und dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (Marum) der Bremer Universität zwei weitere Meeresforschungsinstitute. Dazu kommen fünf Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Deutsche Zentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) sowie fünf Universitäten.

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