Robert Enslin: Dritter hochrangiger Mitarbeiter in Folge verlässt SAP

Eigentlich sollte seine Zeit im SAP-Vorstand noch bis 2021 laufen, allerdings verlässt Robert Enslin das Unternehmen bereits jetzt. Er ist damit das dritte hochrangige Mitglied in Folge, das die Firma verlässt. Möglicherweise hat die Umstrukturierung des Unternehmens etwas damit zu tun.

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Langjähriger SAP-Mitarbeiter Robert Enslin verlässt das Unternehmen.
Langjähriger SAP-Mitarbeiter Robert Enslin verlässt das Unternehmen. (Bild: SAP)

Nachdem bereits einige andere wichtige Personen beim deutschen Softwarekonzern SAP gegangen sind, verlässt nun auch Robert Enslin das Unternehmen. Er war Vorstandsmitglied und wurde von einigen Personen als der Nachfolger des derzeitigen Chefs Bill McDermott angesehen, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Er hat nicht bekanntgegeben, welche Position er auf seinem neuen Weg annehmen wird.

Enslin hat seit 1992 bei SAP gearbeitet, 2014 wurde er in den Vorstand berufen. Er war maßgeblich am Aufbau des Cloud-Angebotes beteiligt, als er in dieser Abteilung zwei Jahre lang gearbeitet hatte. Er war auch als Chef der japanischen Unterorganistation SAP Japan Co. Ltd tätig, die das Unternehmen zu dieser Zeit als größten Vertreter Asiens bezeichnete - heute abgelöst von der Präsenz in China. Seine Zeit als Vorstandsmitglied sollte eigentlich erst im Jahr 2021 ablaufen. Er verlässt das Unternehmen daher wahrscheinlich aus eigenem Interesse.

Zusammenhang mit Umstrukturierung ist möglich

Robert Enslin ist nach dem ehemaligen CTO Björn Görke und dem Bereichsleiter für Global Service und Support Bernd Leukert der dritte hochrangige Mitarbeiter in kurzer Folge, der SAP verlässt. Das Unternehmen hat nicht bekanntgegeben, aus welchem Grund er ausscheidet oder ob er eine Art von Kompensation erhält.

Anfang des Jahres 2019 hat SAP mit der Umstrukturierung seines Unternehmens begonnen. Die Folge: Bis zu 4.400 Beschäftigte weltweit sollten den Konzern verlassen. Darunter sind 1.200 Menschen an deutschen Standorten. Die Maßnahme wird vorerst etwa 800 Millionen Euro kosten. Dafür will das Unternehmen ab 2020 jährlich 850 Millionen Euro an Kosten einsparen.

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