Abo
  • IT-Karriere:

Roamingpreise: Telefonieren und mobiles Internet wird in der EU billiger

Ab dem 1. Juli 2012 wird die Handynutzung im EU-Ausland nochmals günstiger. Das Europäische Parlament hat die von den EU-Gremien vorgeschlagenen Preisobergrenzen für Roaminggebühren festgelegt und erstmals einen Höchstpreis für Datenroaming bestimmt.

Artikel veröffentlicht am ,
Niedrigere Preisobergrenzen für Roaming in der EU festgelegt
Niedrigere Preisobergrenzen für Roaming in der EU festgelegt (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)

Für die mobile Datennutzung dürfen Mobilfunknetzbetreiber im EU-Ausland ab dem 1. Juli 2012 von ihren Kunden maximal 83 Cent pro MByte verlangen, entschied das Europäische Parlament. Damit wurden die Vorschläge vom März 2012 umgesetzt. Die Kosten für Handytelefonate sinken für ausgehende Anrufe von 42 Cent auf maximal 35 Cent pro Minute. Eingehende Anrufe dürfen pro Minute dann statt 13 Cent nur noch 10 Cent kosten. Im EU-Ausland versendete SMS dürfen bald nur noch mit maximal 11 Cent berechnet werden. Alle Preise enthalten die Mehrwertsteuer von 19 Prozent.

EU beschließt weitere Preissenkungen für 2013

Stellenmarkt
  1. afb Application Services AG, München
  2. Infokom GmbH, Karlsruhe

Im Zuge der neuen Roamingpreisfestlegungen wurden auch neue Preisobergrenzen für die folgenden zwei Jahre bestimmt. Ab dem 1. Juli 2013 kostet das MByte maximal 54 Cent im EU-Ausland. Die Preisobergrenze für ausgehende Telefonate beträgt dann 29 Cent die Minute, während die Telefonminute für eingehende Anrufe maximal 8 Cent kosten darf. Der SMS-Preis im EU-Ausland sinkt auf 10 Cent.

Nochmals deutlich günstiger wird die mobile Datennutzung ab dem 1. Juli 2014 im EU-Ausland. Kunden müssen dann nur noch maximal 24 Cent pro MByte bezahlen. Maximal 23 Cent pro Minute kosten ausgehende Anrufe und die Telefonminute bei eingehenden Telefonaten verringert sich auf 6 Cent. Der SMS-Preis sinkt auf 7 Cent pro Nachricht.

Mit den Preisobergrenzen will die EU das Telefonieren im EU-Ausland für Kunden günstiger machen und den Wettbewerb im Roamingmarkt antreiben. Dazu sollen ab dem 1. Juli 2012 Anbieter ohne eigenes Netz eigene Roamingpreisangebote unterbreiten können. Somit wäre es also denkbar, dass bald Mobilfunkdiscounter eigene Roamingpreise anbieten.

Mitte 2014 werden Roamingverträge möglich

Ab dem 1. Juli 2014 sollen Mobilfunkkunden zusätzliche Roamingverträge abschließen können. Diese Verträge sollen mit einem anderen Netzanbieter möglich sein, während der Kunde ohne Einschränkungen unter der Rufnummer des Hauptvertrages erreichbar sein soll. Sobald sich der Kunde im EU-Ausland befindet, sollen die Konditionen des Roamingvertrages gelten. Für die mobile Datennutzung sollen örtliche Anbieter zusätzliche Konditionen anbieten können, die sich am Niveau der Kosten für die mobile Datennutzung im Inland orientieren sollen.

Die innerhalb der EU übliche Warnung vor zu hohen Roaminggebühren wird ab dem 1. Juli 2012 auch außerhalb der EU eingeführt. Vorausgesetzt, das im Ausland genutzte Mobilfunknetz erfüllt die technischen Anforderungen dafür, heißt es recht schwammig in einer Mitteilung des Europäischen Parlaments. Dann sollen Kunden eine Warnung erhalten, sobald sie mehr als 50 Euro an Roamingkosten verbraucht haben. Dieser Grenzwert gilt noch ohne Aufschlag der Mehrwertsteuer.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 399€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Vergleichspreis ab 443€)
  2. (u. a. Samsung 860 EVO 1 TB für 99€ in einigen Märkten. Online nicht mehr verfügbar)
  3. (u. a. 49" für 619,99€ statt 748,90€ im Vergleich)
  4. 69,90€ + Versand (Vergleichspreis 97,68€ + Versand)

Jan82 15. Mai 2012

Also ich brauch sowieso nur noch datenflats uund das auch imAusland, da ich gar keine Sms...

Wary 10. Mai 2012

Für das Geld das hier im Inland eine Flatrate mit max. 10Mbit/s kostet bekomm ich dann ja...

Chevarez 10. Mai 2012

Wahrscheinlich zum einen darum, weil man als EU-Politiker eher von den höheren Roaming...

Chevarez 10. Mai 2012

Du hast schon Recht, dass da durchaus einige Menschen eine Vorteil davon haben. Aber...


Folgen Sie uns
       


Google Game Builder ausprobiert

Mit dem Game Builder von Google können Anwender kleine, aber durchaus komplexe Spiele entwickeln. Der Editor richtet sich an neugierige Einsteiger, aber auch an professionelle Entwickler etwa für das Prototyping.

Google Game Builder ausprobiert Video aufrufen
Arbeit: Hilfe für frustrierte ITler
Arbeit
Hilfe für frustrierte ITler

Viele ITler sind frustriert, weil ihre Führungskraft nichts vom Fach versteht und sie mit Ideen gegen Wände laufen. Doch nicht immer ist an der Situation nur die Führungskraft schuld. Denn oft verkaufen die ITler ihre Ideen einfach nicht gut genug.
Von Robert Meyer

  1. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt
  2. Sysadmin "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"
  3. Verdeckte Leiharbeit Wenn die Firma IT-Spezialisten als Fremdpersonal einsetzt

Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test: Picasso passt
Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test
Picasso passt

Vier Zen-CPU-Kerne plus integrierte Vega-Grafikeinheit: Der Ryzen 5 3400G und der Ryzen 3 3200G sind zwar im Prinzip nur höher getaktete Chips, in ihrem Segment aber weiterhin konkurrenzlos. Das schnellere Modell hat jedoch trotz verlötetem Extra für Übertakter ein Preisproblem.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  2. Ryzen 3000 Agesa 1003abb behebt RDRAND- und PCIe-Gen4-Bug
  3. Ryzen 5 3600(X) im Test Sechser-Pasch von AMD

Nachhaltigkeit: Bauen fürs Klima
Nachhaltigkeit
Bauen fürs Klima

In Städten sind Gebäude für gut die Hälfte der Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich, in Metropolen wie London, Los Angeles oder Paris sogar für 70 Prozent. Klimafreundliche Bauten spielen daher eine wichtige Rolle, um die Klimaziele in einer zunehmend urbanisierten Welt zu erreichen.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg
  2. Energie Warum Japan auf Wasserstoff setzt

    •  /