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Roaminggebühren: 1&1 verwirrt Kundschaft mit widersprüchlichen Angaben

1&1 macht unterschiedliche Angaben dazu, ob Großbritannien als Sonderfall beim Mobilfunk weiterhin zu den EU-Roaming-Ländern gezählt wird.
/ Ingo Pakalski
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Für Großbritannien gelten bei 1&1 bis Ende 2022 EU-Roaming-Konditionen. (Bild: Jakub Porzycki/Reuters)
Für Großbritannien gelten bei 1&1 bis Ende 2022 EU-Roaming-Konditionen. Bild: Jakub Porzycki/Reuters

Kunden von 1&1 können sich derzeit nicht darauf verlassen, dass Tarifangaben auf der Webseite des Anbieters korrekt sind. Das gilt bei den Roaming-Preisen für Aufenthalte in Großbritannien. Das Land gehört aufgrund des Brexit nicht mehr zum Geltungsbereich der EU und eigentlich würde dort die EU-Roaming-Regelung nicht mehr gelten. Aber die Mobilfunkunternehmen in Deutschland haben dafür Ausnahmen beschlossen.

Diese Ausnahmen bleiben bei den drei Mobilfunknetzbetreibern in Deutschland auch im Jahr 2022 bestehen. Wer also Kunde bei Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone ist, wird auch im nächsten Jahr alle Leistungen des Smartphone-Tarifs in Großbritannien zu Inlandskonditionen nutzen können. Für die Roamingnutzung fallen keine zusätzlichen Gebühren an.

Diese Woche sorgte ein Bericht von Teltarif(öffnet im neuen Fenster) für Verwirrung, wonach 1&1 aus dieser Allianz ausscheren werde und ab dem 1. Januar 2022 einen Aufenthalt in Großbritannien nicht mehr zu EU-Roaming-Gebühren abrechnen würde. Bei Telefonaten oder der mobilen Internetnutzung innerhalb von Großbritannien würden Zusatzgebühren anfallen. Anlass dafür war eine Pressemitteilung des Unternehmens, in der das Aus für das EU-Roaming in Großbritannien ab Anfang 2022 genannt wurde. Eine Nachfrage bei 1&1 bestätigte die Angaben.

1&1 dementiert eigene Aussage

Auf der Produktwebseite bewirbt 1&1 Smartphone-Tarife(öffnet im neuen Fenster) hingegen noch immer damit, dass das EU-Roaming in Großbritannien bis 31. Dezember 2022 gelten werde. In den Roaming-Bedingungen für die 1&1-Tarife(öffnet im neuen Fenster) wird Großbritannien hingegen nicht mehr zu den Ländern mit EU-Roaming gezählt.

Golem.de hat bei 1&1 nachgefragt und darum gebeten, diesen Widerspruch aufzulösen. Mittlerweile liegt uns eine Antwort von 1&1 vor. Das Unternehmen gab an, dass die Roaming-Regelung für Großbritannien mindestens bis zum 31. Dezember 2022 gelten wird. Wie es zu den widersprüchlichen Angaben zu den Tarifen gekommen ist, erklärte das Unternehmen nicht.

Somit sind die Angaben im Dokument zu den Roaming-Bedingungen von 1&1 derzeit fehlerhaft(öffnet im neuen Fenster) . Dieses Dokument wurde zuletzt am 1. Dezember 2021 aktualisiert. In den vergangenen vier Wochen fiel der Fehler bei 1&1 nicht auf und wurde nicht korrigiert. Es ist unklar, wann 1&1 das fehlerhafte Roaming-Dokument korrigieren wird.

Nachtrag vom 28. Dezember 2021, 14:30 Uhr

Golem.de hat mittlerweile eine Antwort von 1&1 erhalten und die Passage im Artikel entsprechend aktualisiert. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, wann das fehlerhafte Roaming-Dokument zu den Mobilfunktarifen korrigiert wird.


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