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Roaming: 9 von 16 Anbietern rechnen im EU-Ausland anders ab

Die Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU wird von vielen Anbietern mit Tricks unterlaufen. Günstige Community-Verbindungen fallen weg. Telekom-Kunden bekommen automatisch die Option "Weltweit" zugeteilt.

Artikel veröffentlicht am ,
Otelo hat eine Community-Flatrate.
Otelo hat eine Community-Flatrate. (Bild: Otelo)

Trotz der Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU zum 15. Juni rechnen 9 von 16 befragten Anbietern im Ausland anders ab. Das berichtet die Stiftung Warentest am 14. Juni 2017. So werden Community-Verbindungen im europäischen Ausland, über die kostenfrei oder günstiger untereinander kommuniziert werden kann, anders abgerechnet als in Deutschland.

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Im Ausland gelten diese Vergünstigungen zum Beispiel nicht bei den Mobilfunkprovidern Aldi, Edeka, Rossmann oder Tchibo. Die Community-Verbindungen werden hier auf das gebuchte Volumen angerechnet oder sie kosten genauso viel wie andere Verbindungen.

Otelo: Option kann nicht im EU-Ausland genutzt werden

Beispielsweise hat der Vodafone-Mobilfunkprovider Otelo eine Community-Flatrate im Angebot, bei der Kunden ihren Partner im selben Netz günstiger anrufen können. Diese Option kann aber nicht im EU-Ausland genutzt werden.

Kunden der Telekom, deren Vertrag vor dem 16. April geschlossen wurde, bekommen nun automatisch die Option "Weltweit" und sollten prüfen, ob sie mit einer anderen Option das Netz nicht günstiger nutzen können, erklärte Stiftung Warentest.

Aber auch Tablet-Nutzer mit einem Datentarif sollten sich vor der Fahrt ins Ausland informieren. Haben sie zum Beispiel bei O2 den Tarif "Data S", "M" oder "L" wird es für sie teuer: Sie erhalten automatisch den "EU Day Pack" und zahlen für ein 50-Megabyte-Volumen pro Tag 1,99 Euro. Möchten die Kunden in einen regulierten Tarif wechseln, müssen sie dies im Kundenkonto selbst umstellen.

Ab dem Stichtag kann das Mobiltelefon im EU-Ausland fast wie zu Hause genutzt werden, die Ausnahmen sind Datenlimits und die Fair-Use-Regelung. Mit der Fair-Use-Regelung sollte verhindert werden, dass Verbraucher in einem Land leben, aber einen günstigeren Vertrag eines anderen EU-Landes dauerhaft nutzen. Sollte der Verbraucher innerhalb von vier Monaten mehr Zeit im EU-Ausland verbringen und in dieser Zeit mehr telefonieren, SMS schreiben oder das Internet nutzen als im heimatlichen nationalen Netz, können nach 14-tägiger Warnfrist zusätzliche Gebühren auferlegt werden. Maximal sind 3,2 Cent pro Minute des Anrufs und 1 Cent pro SMS möglich.

Für grenzüberschreitende Telefonate ins Ausland werden weiterhin hohe Gebühren erhoben. Wer also zum Beispiel von Deutschland nach Frankreich telefoniert, muss aufpassen.

Das Onlinemagazin 4G.de hat die österreichischen Netzbetreiber T-Mobile Austria, A1 Telekom Austria und Hutchison Drei Austria befragt, die günstige LTE-Tarife im Angebot haben. Die Netzbetreiber setzen darauf, den "Österreich-Bezug" der jeweiligen Neukunden genau zu prüfen. Könne kein klarer Nachweis erfolgen, werde ein Mobilfunkvertrag verwehrt.



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asa (Golem.de) 16. Jun 2017

Ja stimmt, nehme ich noch auf. Vielen Dank

serra.avatar 16. Jun 2017

nicht nur in den Städten ... ich brauche hier faktisch keinen Datentarif, da überall wo...

neocron 16. Jun 2017

Und ich schaetze das machst du jetzt daran fest, dass es "dir nicht billig genug" ist...

TC 15. Jun 2017

War ne nette Idee, aber gegen die Industrie kommt Politik nie an, vor allem wenns um Geld...

rsaddey 15. Jun 2017

Ah, verstehe. Bin keine Telekom-Berater, aber bei https://www.telekom.de/unterwegs...


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