Roam Ski: US-Unternehmen entwickelt Exoskelett für Skiläufer

Sonne, Schnee - und keine Kondition mehr, beides zu genießen. Das will das US-Unternehmen Roam Robotics ändern: Es hat ein Exoskelett entwickelt, das die Beinmuskulatur unterstützt, damit Skiläufer ihren Sport länger ausüben können.

Artikel veröffentlicht am ,
Exoskelett Roam Ski: Rucksack mit Akku und pneumatischem System
Exoskelett Roam Ski: Rucksack mit Akku und pneumatischem System (Bild: Roam Robotics)

Besser, schneller und länger auf der Piste dank eines Exoskeletts: Das US-Unternehmen Roam Robotics hat ein System entwickelt, das Skiläufer und Snowboarder auf der Piste unterstützen soll.

Das System besteht aus zwei Schienen, die unten am Skischuh und oben am Oberschenkel befestigt werden. Ein pneumatisch betriebener Aktor in der Höhe des Knies unterstützt den Skiläufer auf der Piste. Hinzu kommt ein Rucksack, in dem der Akku und das pneumatische System untergebracht sind.

Roam Ski sei "ein intelligenter Stoßdämpfer", erklärt das Unternehmen. Ein Sensor erfasst, wenn der Skifahrer das Knie beugt. Dann wird Luft in den Aktor gepumpt, der sich ausdehnt und so einen Teil der Arbeit übernimmt, die sonst die Oberschenkelmuskulatur leisten muss. Das bedeutet weniger Anstrengung für den Skifahrer. Wie stark das System ihn unterstützen soll, kann der Skiläufer über eine App einstellen.

Das soll es beispielsweise älteren Menschen, deren Kraft und Ausdauer nachgelassen hat, ermöglichen, noch Ski zu laufen. Andere können mit dem System länger auf der Piste bleiben, als es ihre Kondition sonst zulassen würde. Profis schließlich soll es ermöglichen, nach einer Verletzung schneller wieder das Training aufzunehmen.

Roam Robotics ist eine Ausgründung von Otherlab, einem in San Francisco ansässigen Forschungs- und Entwicklungsunternehmen. Die Firma stellte vor einigen Jahren Ant-Roach vor, einen sechsbeinigen, 4,5 Meter großen Roboter, der mit pneumatischen Muskeln betrieben wird, sowie die portable CNC-Fräse Othermill. Im Auftrag der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, entwickelte Otherlab die Einwegdrohne Apsara, die mit Ladung an Bord aus dem Flugzeug abgeworfen wird und nach der Landung verrottet.

Das Unternehmen will mit seinem ersten Produkt Erfahrungen sammeln und später weitere Exoskelette entwickeln, die beispielsweise Arbeiter beim Heben unterstützen oder älteren Menschen beim Aufstehen oder Treppensteigen helfen. Als erstes sei ein System für Skifahrer entwickelt worden, weil das ein Bereich sei, in dem viele Menschen die Erfahrung machten, an ihre körperlichen Grenzen zu gelangen - und diese mit Hilfe der Technik überschreiten könnten, sagte Tim Swift, Chef von Roam Robotics, dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.

Ein Roam-Ski-System kostet 2.500 US-Dollar. Allerdings sollen sich die Skiläufer ein solches Exoskelett nicht kaufen. Der Hersteller stellt sich vor, dass die Systeme in den Wintersportorten vermietet werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dwalinn 04. Apr 2018

Weil solche Leute auf der Piste bleiben nur weil sie noch Kraft in den Beinen haben?

truuba 03. Apr 2018

Batteriepack und Exoskelett werden wohl ein paar Kilo haben. Da siehts für die andere...

pumok 03. Apr 2018

Das habe ich absolut nicht gemeint - falls Deine Bemerkung an mich gerichtet war.

pumok 03. Apr 2018

Wenn die Menschen immer mehr verblöden, muss halt die Technik "inteligenter" werden...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Apple M2 Max
Ist der kleinere Kühler im Macbook Pro 14 ein Nachteil?

Die neuen Macbooks sparen laut iFixit an der Kühlung. Wir haben getestet, ob das stimmt und wie sich das auf die Leistung des M2 Max auswirkt.
Eine Analyse von Oliver Nickel

Apple M2 Max: Ist der kleinere Kühler im Macbook Pro 14 ein Nachteil?
Artikel
  1. Streaming: Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung
    Streaming
    Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung

    Abonnenten von Netflix müssen sich in Deutschland darauf einstellen, dass das Konto gesperrt wird, falls es unerlaubt mit anderen geteilt wird.

  2. Aktionäre statt Angestellte: Intel spart beim Personal für die Dividende
    Aktionäre statt Angestellte
    Intel spart beim Personal für die Dividende

    Wer nicht entlassen wurde, bekommt weniger Gehalt: Intel spart beim Personal, versucht aber die Aktionäre bei Laune zu halten.

  3. Pyka Pelican Cargo: Weltgrößtes autonomes Elektro-Frachtflugzeug vorgestellt
    Pyka Pelican Cargo
    Weltgrößtes autonomes Elektro-Frachtflugzeug vorgestellt

    Der Pyka Pelican Cargo soll das weltweit größte autonome elektrische Frachtflugzeug sein und 320 km weit fliegen können.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 15% Extra-Rabatt auf Fernseher bei Otto • Roccat Kone Pro -56% • Xbox Series S + Dead Space 299,99€ • PCGH Cyber Week • MindStar: ASRock RX 7900 XT 949€ • AMD CPU kaufen, SW Jedi Survivor gratis dazu • Philips LED TV 65" 120 Hz Ambilight 999€ • KF DDR4-3600 32GB 91,89€ [Werbung]
    •  /