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Roam bietet für das kleine Gehäuse einen guten Klang

Wir haben den Roam bezüglich der Klangqualität mit zwei anderen mobilen Lautsprechern mit Sprachsteuerung verglichen: dem Link 20 von JBL, der Ende 2017 für 200 Euro verkauft wurde, aktuell aber für um die 80 Euro zu haben ist, und dem Portable Home Speaker von Bose, der für einen mobilen Lautsprecher einen sehr guten Klang liefert und im Handel 100 Euro teurer als die Sonos-Neuvorstellung ist.

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Beim Klangvergleich zwischen Link 20 und Roam gewinnen wir schnell den Eindruck, einen unfairen Vergleich anzustellen, so bedeckt und schwach klingt der JBL-Lautsprecher im Vergleich zur Sonos-Konkurrenz. Der Roam ist angenehm klar, druckvoll, hat einen kräftigen Mittenbereich und einen für das kleine Gehäuse beeindruckenden Bassanteil. Wer den Roam gehört hat, mag auf dem Link 20 keine Musik mehr hören, so schwach erscheint die JBL-Konkurrenz.

Gegen den Portable Home Speaker von Bose verliert der Sonos Roam eindeutig. Beide Lautsprecher sind sowohl bei Höhen und Mitten sehr gut, aber die Bose-Konkurrenz schlägt den Roam im Bassbereich sehr deutlich. Dabei schafft es der Portable Home Speaker ziemlich gut, mehr Bass vorzugeben, als er eigentlich hat.

Wie auch beim Move verwendet Sonos bei seinem neuen Gerät ein automatisches Einmess-System, um den Lautsprecher an die Raumbedingungen anzupassen. Das Auto-Trueplay wird vorgenommen, sobald der Lautsprecher bemerkt, dass er bewegt wurde. Die Automatik kann in der Sonos-App bei Bedarf deaktiviert werden. Wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind, wird das automatische Trueplay ebenfalls abgeschaltet.

Sprachsteuerung des Roam nur eingeschränkt nutzbar

Wie beim Move hat sich Sonos beim Roam für einen viel zu drastischen Standby-Modus entschieden. Wenn der Lautsprecher 30 Minuten lang nicht aktiv genutzt wird, schaltet er sich aus. Dann ist keine Sprachsteuerung mehr möglich. Es gibt keine Möglichkeit, das Zeitfenster für diesen Modus zu verlängern oder diese Funktion ganz abzuschalten. Wir hatten gehofft, dass Sonos aus dem Fehler des Move die nötigen Konsequenzen zieht, aber das ist nicht passiert.

  • Roam (Bild: Sonos)
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  • Roam (Bild: Sonos)
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  • Induktive Ladestation für Roam (Bild: Sonos)
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  • Roam (Bild: Sonos)
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Roam (Bild: Sonos)

Von diesen Einschränkungen erfahren Kunden vor dem Kauf nichts. Und da es keine Anleitung gibt, die diesen Namen verdient, bliebt dieses Verhalten auch nach dem Kauf quasi Geheimwissen. Diese Art der Heimlichtuerei von Sonos empfinden wir als nicht sehr kundenfreundlich.

Immerhin gibt es eine ebenfalls nicht dokumentierte Funktion, um den Roam eventuell aus der Ferne aufzuwecken: Dazu starten wir die Sonos-App - und der Lautsprecher ist wieder für eine Sprachsteuerung nutzbar. Allerdings kam es immer wieder vor, dass diese Art des Aufweckens nicht funktionierte und wir den Lautsprecher am Einschalter aktivieren mussten. Damit ist der übliche Einsatzzweck eines smarten Lautsprechers dahin.

Alexa und Google Assistant nicht parallel nutzbar

Seit langem bieten die meisten aktuellen Sonos-Lautsprecher die Möglichkeit einer Sprachsteuerung über Alexa oder Google Assistant. Auch knapp zwei Jahre nach der Integration des Google Assistant auf Sonos-Produkten fehlt aber weiterhin eine Möglichkeit, die digitalen Assistenten in der Sonos-App mittels Schalter wechseln zu können.

Jedes Mal muss der jeweilige Assistent komplett neu eingerichtet werden - das ist unnötig kompliziert. Da wir im Rahmen des Tests den digitalen Assistenten öfter mal wechseln mussten, nervte eine weitere Eigenart: Die Einrichtung von Alexa und Google Assistant klappte oft nicht beim ersten Mal. Der Prozess muss also dringend verbessert werden.

Zudem erlaubt Sonos weiterhin keinen Parallelbetrieb der Assistenten - das finden wir schade. Denn aufgrund der unterschiedlichen Aktivierungsworte wäre das kein Problem. Immerhin lässt sich diese Funktion über Umwege realisieren: Wer mindestens zwei Sonos-Lautsprecher mit Sprachsteuerung im Multiroom-Betrieb nutzt, kann Alexa und Google Assistant parallel verwenden, wenn für jeden Lautsprecher ein anderer digitaler Assistent verwendet wird.

Alexa und Google Assistant fehlen Funktionen

Ganz gleich, für welchen wir uns entscheiden: In beiden Fällen gibt es nicht den vollen Funktionsumfang, einige praktische Fähigkeiten fehlen. Darüber informiert Sonos seine Kundschaft weder vor einem Kauf noch danach. Es fällt erst auf, wenn man einen Vergleich mit anderen Geräten hat.

  • Roam (Bild: Sonos)
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  • Induktive Ladestation für Roam (Bild: Sonos)
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Roam (Bild: Sonos)

Wenn die digitalen Assistenten lauschen, zeigt der Roam das optisch nicht an - das ist ärgerlich. Zwar kann er so eingestellt werden, dass er einen Signalton von sich gibt, sobald er aktiv ist. Wir ziehen aber eine gut sichtbare Markierung wie etwa bei den Echo-Modellen vor.

Keine Musikwecker mit Alexa und Google Assistant

Sowohl Alexa als auch Google Assistent bieten prinzipiell die Möglichkeit zu telefonieren. Das funktioniert mit dem Roam nicht. Zudem erlauben beide keine Musikwecker auf Zuruf. Anders als beim Move-Test informiert uns Google darüber, Amazon gaukelt uns hingegen vor, dass der Musikwecker auf Zuruf funktioniert. Zum Vergleich: Die ebenfalls mit Alexa und Google Assistant versehenen Bose-Lautsprecher beherrschen die Alexa-Anruffunktionen seit Ende 2020.

Wie bei allen anderen Nicht-Amazon-Geräten gilt auch für die Sonos-Lautsprecher, dass sich das Alexa-Signalwort nicht ändern lässt. Amazon hat auch nicht vor, das jemals zu erlauben, dieser Komfort bleibt Amazons eigenen Echo-Geräten vorbehalten. Erinnerungen über Google Assistant empfinden wir so, wie sie implementiert sind, als unnütz, weil der Inhalt einer Erinnerung nicht mit angesagt wird. Die Erinnerungsfunktionen von Alexa sind hier viel praktischer.

Sonos hat eine nervige Eigenart des Google Assistant übernommen, auf die wir gerne verzichtet hätten: Beim Umschalten des Mikrofons gibt es jedes Mal eine Ansage zum aktuellen Status. Hier würde uns ein kurzer Signalton zur Bestätigung genügen, wie wir ihn etwa auf der Link Bar von JBL hören, die ebenfalls mit dem Google Assistant läuft.

SONOS Roam Bluetooth Lautsprecher, Schwarz, Wasserfest

Die Sonos-Produkte unterstützen weder Amazons noch Googles Multiroom-System. Letzteres wird über das Cast-Protokoll realisiert. Seit dem Verkauf des Move wurde zwar die Unterstützung von Youtube Music über Google Assistant integriert, aber dafür fehlt nun Apple Music. Apples Musikstreamingdienst wird eigentlich seit Ende 2020 von Google Assistant unterstützt, das gilt aber nicht für die Sonos-Produkte, wie wir auf Nachfrage von Sonos erfahren haben. Ob Apple Music mit Alexa auf dem Roam läuft, teilte Sonos auf Nachfrage bisher nicht mit. Wir tragen das nach, sobald Sonos unsere Anfrage dazu beantwortet hat. Es ist nicht kundenfreundlich, dass Interessenten solche Fragen vor einem Kauf nicht durch Angaben von Sonos klären können.

Abseits von Bluetooth bietet Roam die Zuspielung mittels Airplay 2, aber das gibt es nur mit Apple-Produkten. Die Airplay-Steuerung reagiert weiterhin merklich träger als die Sonos-App oder die Bluetooth-Zuspielung. Wenn wir in der Sonos-App oder über Bluetooth die Wiedergabe fortsetzen, verstummt der Lautsprecher sofort. Wenn wir das Gleiche über Airplay 2 erledigen, dauert es immer ein bis zwei Sekunden, bis der Lautsprecher still ist. Dieses Verhalten ist auch bei Apples Homepod Mini so, es liegt also nicht an Sonos, sondern am Airplay-Protokoll.

Roam-Akku hält nicht immer zehn Stunden durch

Der Roam hat einen USB-C-Anschluss und unterstützt Aufladen mittels Qi-Technik. Sonos legt dem Lautsprecher aber nur ein Ladekabel bei. Ein passendes Netzteil fehlt. Sonos empfiehlt eines mit mindestens 5 Volt und 2,1 Ampere. Bietet das eigene Netzteil weniger, kann es passieren, dass der Lautsprecher-Akku nicht geladen werden kann. Da ein Lautsprecher auch mal längere Zeit direkt am Strom betrieben wird, halten wir es für eine unangemessene Einschränkung, kein Netzteil mitzuliefern.

  • Roam (Bild: Sonos)
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  • Induktive Ladestation für Roam (Bild: Sonos)
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  • Roam (Bild: Sonos)
Induktive Ladestation für Roam (Bild: Sonos)

Denn die Akkulaufzeit des Roam ist nicht gerade üppig. Es ist nicht möglich, den Lautsprecher einen ganzen Tag lang zu nutzen. Sonos selbst gibt nur zehn Stunden an. Diesen Wert konnten wir in mehreren Messungen sowohl im WLAN als auch im Bluetooth-Betrieb zum Teil erreichen. Größere Unterschiede zwischen Bluetooth und WLAN waren nicht auszumachen. In einem Fall hat sich der Roam im WLAN-Betrieb aber schon nach 8,5 Stunden abgeschaltet, bei einem weiteren Lauf hat er etwas mehr als zehn Stunden durchgehalten.

Im Standby-Betrieb können wir die zugesicherten zehn Tage nicht einmal ansatzweise erreichen. Nach 4,5 Tagen ohne jede Aktivität hatte der Roam-Akku nur noch 28 Prozent Ladung. Wir können also von einer maximalen Laufzeit von nur einer Woche ausgehen.

Induktive Ladestation für Roam lädt langsam

Wer den Roam längere Zeit nicht benutzt, sollte den Lautsprecher durch längeres Drücken des Einschalters ganz ausschalten. Mit einem einfachen Druck wird in den Bereitschaftsmodus gewechselt und der Akkuverbrauch ist entsprechend höher. Wenn der Roam ganz abgeschaltet wird, braucht er um die 17 Sekunden zum Starten. Wird Alexa genutzt, steht die Sprachsteuerung dann auch gleich bereit. Beim Einsatz von Google Assistant dauert es länger: Erst nach 30 Sekunden steht die Sprachsteuerung bereit, während andere Funktionen des Lautsprechers schon aktiv sind. Auch beim Aufwecken aus dem Standby-Modus ist der Google Assistant nicht sofort nutzbar und wir müssen erst einige Sekunden warten, ehe wir Antworten erhalten - hier reagiert Alexa ebenfalls schneller.

Als kostenpflichtiges Zubehör gibt es für den Roam eine induktive Ladestation für 50 Euro. Darauf wird der Roam magnetisch gehalten, die Ladefläche passt zur Bauform des Lautsprechers. Allerdings verlängert sich die Ladezeit auf diese Weise massiv, so dass die Anschaffung für uns keinen Sinn ergibt. Während wir mit einem Netzteil mit 5 Volt und 3 Ampere den Roam-Akku eingeschaltet über eine Kabelverbindung in knapp drei Stunden ohne laufende Musik laden, brauchen wir mit der Sonos-Ladestation geschlagene 10 Stunden.

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 Roam im Test: Guter Bluetooth-Lautsprecher für den Sonos-FanSonos Roam - Verfügbarkeit und Fazit 
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OMGle 07. Apr 2021 / Themenstart

Weder bei Sonos noch in zahlreichen Testberichten finde ich diese Information.

OMGle 06. Apr 2021 / Themenstart

So wie bei Bose: man verbindet mehrere Geräte, und kann dann vom beliebigen der...

M.P. 06. Apr 2021 / Themenstart

Ich habe in der Vor-Corona-Zeit, mit meinem Sohn und ein paar seiner Mitspieler aus der...

Antischwurbler 06. Apr 2021 / Themenstart

Inbesondere bei Bluetooth-Lautsprechern und Kopfhörern. Sorry, Golem. Die Features...

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