Roadmap: Intels Haswell bleibt 2014 aktuell
Wenige Tage nach dem Ende der Computex, auf der Intel seine taiwanischen Partner über neue Produktpläne informiert, sind bei VR-Zone(öffnet im neuen Fenster) neue Roadmap-Grafiken aufgetaucht. Sie ergänzen bereits früher veröffentlichte Roadmaps des Blogs @asder00(öffnet im neuen Fenster), so dass sich nun ein stimmiges Bild ergibt. Wie bei den inoffiziell veröffentlichten Roadmaps üblich können sich die Planungen, insbesondere die Termine, aber noch ändern.
Nachdem die Quad-Cores mit Haswell-Architektur bereits vorgestellt wurden, sollen im dritten Quartal 2013 erst einmal die Dual-Cores für Desktops und weitere Notebook-CPUs folgen. Vor allem die Serie Core-i3 fehlt hier noch. Bei den mobilen Prozessoren, die in Intels offiziellen Präsentationen noch fehlten, muss man für die Modellnummern und Daten nicht mehr inoffiziellen Angaben glauben: Die Informationen befinden sich inzwischen auch in Intels ARK-Datenbank(öffnet im neuen Fenster).
Für echte High-End-Systeme und kleine Workstations wird ebenfalls Ende 2013 nach zwei Jahren die Plattform Sandy-Bridge-E mit Sechskernprozessoren abgelöst. Ivy-Bridge-E heißt hier die Alternative, die aber – um die teureren Xeons zu schonen – weiterhin nur mit sechs Cores ausgestattet sein wird. Topmodell wird der Core i7-4960X mit 3,6 bis 4,0 GHz.
Obwohl Intel noch die ältere Ivy-Bridge-Architektur verbaut, der unter anderem die Befehlssatzerweiterungen AVX2 und FMA3 fehlen, tragen diese CPUs ohne Grafikkern Modellnummern der Serie 4000. Dafür bleibt Ivy-Bridge-E aber sockelkompatibel, bestehende Plattformen mit dem Sockel LGA 2011 sollten nach einem Bios-Update mit den Ivy-Bridge-E-CPUs laufen. Erst Ende 2014 plant Intel den Roadmaps zufolge mit Haswell-E größere Änderungen an seiner High-End-Plattform für Desktops, dann stehen ein neuer Sockel und Unterstützung für DDR4-Speicher an.
SATA-Express mit neuen Chipsätzen 2014
Bei Notebooks und Desktops bleibt dagegen das gesamte Jahr 2014 hindurch Haswell die vorherrschende Architektur. Mitte dieses Jahres steht nicht wie bisher eine breit gefächerte Umstellung auf den Haswell-Nachfolger Broadwell mit 14 Nanometern Strukturbreite an – es soll nur, so die Roadmaps, einen "Haswell Refresh" geben. Damit meint Intel in der Regel neue Modelle mit höheren Taktfrequenzen. Bei Haswell mit seinen umfangreichen Funktionen zum Stromsparen könnten aber auch noch genügsamere Notebook-Prozessoren anstehen. Die Roadmaps nennen konkret aber neue Chipsätze der Serie 9, die auch SATA Express unterstützen werden.
Broadwell-Technik sieht Intel 2014 nur für Notebooks vor – in den aktuellen Desktop-Roadmaps wird die neue Architektur nicht erwähnt. Wie Golem.de auf der Computex 2013 erfahren konnte, sollen die ersten 14-Nanometer-CPUs von Intel Mitte 2014 erscheinen, könnten also wiederum auf der taiwanischen Messe angekündigt werden. Sie sollen vorerst nur in einem BGA-Gehäuse zum Auflöten erscheinen und sind für Notebooks und All-in-One-PCs vorgesehen.
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