Roadmap: Dual-Cores mit Ivy Bridge bei 7 Watt geplant

Nicht mit 10, sondern mit bis zu 7 Watt sollen Intels für 2013 erwartete CPUs für Ultrabooks und Windows-8-Tablets auskommen. Das soll eine neue Stromsparfunktion ermöglichen. Jetzt gibt es auch Modellnummern und technische Daten.

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Ultrabooks könnten bald noch flacher werden.
Ultrabooks könnten bald noch flacher werden. (Bild: Intel)

Bei der chinesischen Ausgabe von VR-Zone ist eine Roadmap aufgetaucht, die im typischen Intel-Design gehalten ist. Zwar sind diese Angaben damit immer noch als inoffiziell zu werten, sie decken sich aber mit früheren Informationen. Wie Intel schon auf dem IDF 2012 im September betont hatte, sollen noch vor den neuen Haswell-CPUs Prozessoren mit Ivy-Bridge-Architektur erscheinen, die weniger als 10 Watt TDP benötigen.

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Anhand der Roadmap ist nun klar, dass es sich um eine neue Serie von Pentiums und Core-Prozessoren handelt, die den Buchstaben Y am Ende der Modellnummer tragen werden. Vorgesehen sind ein Pentium 2129Y sowie Core i3-3229Y, Core i5-3339Y, Core i5-3439Y und Core i7-3689Y. Dabei gelten die üblichen Beschränkungen der Serien: Der Pentium beherrscht kein Hyperthreading und nur Core i5 und i7 verfügen über Turbo-Boost.

Diese Erhöhung des Taktes fällt aber bei den auf 13 Watt begrenzten Prozessoren im Vergleich zu bisherigen Modellen gering aus. Eine Ausnahme bildet der Pentium, der mit 10 Watt auskommt. Selbst der vermutlich teure Core i7-3689Y hat statt nominal 1,5 GHz nur 2,4 GHz, wenn alle Kerne belastet sind. Beim Core i5-3339Y sind es statt 1,5 GHz sogar nur 1,8 GHz. Die schnelleren, schon erhältlichen Core-Prozessoren mit einem U am Ende der Modellnummer können ihren Takt im Verhältnis stärker steigern, sind aber auf 17 Watt spezifiziert.

Dazu kommt, dass sich bei den Y-Modellen alle der neuen Prozessoren auf 7 Watt drücken lassen. Dafür führt Intel eine neue Technik namens "Scenario Design Power" (SDP) ein, zu der noch keine weiteren Informationen vorliegen. Aus der Roadmap geht jedoch hervor, dass die 7 Watt nur bei besonders guter Kühlung erreichbar sind.

Maximales Stromsparen nur bei 80 Grad

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Intel unterteilt das nach der schon länger bekannten Temperatur an der Oberseite des Prozessor-Dies, der "Tjunction", kurz auch Tj genannt. 7 Watt sind demnach nur möglich, wenn dessen Temperatur 80 Grad nicht übersteigt, bei 105 Grad sind noch 10 Watt vorgesehen. Dann laufen die CPUs aber nicht so schnell, wie sie könnten, denn die per Bios oder anderer Software einstellbare TDP-Grenze, die auch frühere Intel-Proezssoren schon kannten (configurable TDP, cTDP), gibt es weiterhin.

Über diesen Wert kann festgelegt werden, wie viel elektrische Leistung der Prozessor maximal aufnehmen darf. Abhängig davon regelt dann die mit dem ersten Core i7, Nehalem, eingeführte Power Control Unit (PCU), wie hoch Takte und Spannung für die einzelnen Funktionseinheiten gesetzt werden können. Die CPU misst dabei ständig selbst, wie viel Energie sie benötigt.

Weil die TDP-Grenze die Takte beeinflusst, kann es bei Geräten mit den neuen Y-CPUs durchaus vorkommen, dass die Prozessoren nicht die von Intel angegebenen Frequenzen erreichen - die Angaben in der Roadmap sind also Maximalwerte, die der Gerätehersteller durch Kühlung und TDP-Grenze verändern kann. Ebenso ist damit nicht gesagt, dass zwei Prozessoren mit identischer Modellnummer in jedem Gerät die gleiche Leistung erbringen.

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