RLV-TD: Indien testet wiederverwendbare Raumfähre

Das Spaceshuttle ist seit 2011 außer Dienst. Doch das Konzept wird weiter verfolgt. Von der indischen Raumfahrtagentur ISRO zum Beispiel. Die hat gerade einen Raumgleiter getestet.

Artikel veröffentlicht am ,
Indischer Raumgleiter RLV: günstiges Raumfahrzeug
Indischer Raumgleiter RLV: günstiges Raumfahrzeug (Bild: ISRO)

Ein weiterer Spaceshuttle-Nachfolger startet: Die indische Raumfahrtagentur Indian Space Research Organisation (ISRO) hat ein wiederverwendbares Raumfahrzeug getestet. Es war ein Modell in verkleinertem Maßstab.

  • Das RLV mit Raketenstufe kurz nach dem Start am 23. Mai 2016. (Foto: ISRO)
  • Das RLV wird für den Start vorbereitet.  (Foto: ISRO)
Das RLV mit Raketenstufe kurz nach dem Start am 23. Mai 2016. (Foto: ISRO)

Eine HS9-Rakete brachte das knapp sieben Meter große und 1,75 Tonnen schwere Reusable Launch Vehicle - Technology Demonstration (RLV-TD) nach oben. Um 7 Uhr Ortszeit (3:30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) hob die Feststoffrakete mit dem Shuttle vom Startplatz Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota im südostindischen Bundesstaat Andhra Pradesh ab.

RLV kam im Gleitflug zur Erde

In etwa 56 Kilometern Höhe, nach einer Flugzeit von gut anderthalb Minuten wurde die Startstufe abgetrennt, und das RLV-TD flog allein weiter. Es stieg noch bis auf etwa 65 Kilometer Höhe auf und begann dann den Sinkflug. Nach dem Wiedereintritt, den das Raumfahrzeug unbeschadet überstand, kam es im Gleitflug auf die Erde zurück und wasserte im Golf von Bengalen, etwa 450 Kilometer vor Sriharikota. Der gesamte Flug dauerte knapp 13 Minuten.

Die wiederverwendbare Raumfähre im Originalmaßstab soll in der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre einsatzbereit sein. Damit will die ISRO die Kosten für die Raumfahrt verringern. Mit dem RLV könnten beispielsweise Satelliten in den Orbit gebracht werden.

Die Nasa hat das Spaceshuttle eingemottet

Im Jahr 2011 stellte die US-Raumfahrtbehörde National National Aeronautics And Space Administration (Nasa) das Spaceshuttle-Programm ein. Der Aufwand und die Kosten seien zu hoch gewesen, lautete die Begründung. Die Nasa will künftige Missionen wieder mit Einweg-Raumfahrzeugen durchführen.

Anders die privaten US-Raumfahrtunternehmen: Sie setzen auf wiederverwendbare Raketen und Raumtransporter, allen voran das Unternehmen SpaceX, das mit der wiederverwendbaren Raumfähre Dragon zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) fliegt.

Dream Chaser landet wie das Spaceshuttle

Das Unternehmen Sierra Nevada Corporation hat für die Versorgungsflüge zur ISS mit dem Dream Chaser einen Transporter entwickelt, der wie das Spaceshuttle auf einer Landebahn aufsetzt.

Indien verfolgt seit einigen Jahren ein eigenes ambitioniertes Raumfahrtprogramm. 2014 hat die ISRO die Sonde Mangalyaan zum Mars geschickt. Sie ist die vierte Raumfahrtagentur, der es gelingt, einen Besucher zu unserem Nachbarplaneten zu schicken.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


teenriot* 24. Mai 2016

War der Flug bemannt?

Netspy 24. Mai 2016

Hier geht es doch aber um einen gesteuerten Wiedereintrittskörper und da ist die ESA mit...

Moe479 24. Mai 2016

was für ein stranger plott, mann muss niemanden aktiv für ihn einschneidend entmachten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Dune 1984
Autor findet David Lynchs Skript zum zweiten Teil von Dune

Der zweite Teil des 1984 erschienenen Sci-Fi-Epos Dune wurde nie Realität. Ein Skript gibt Einblicke, wann und wo der Film gespielt hätte.

Dune 1984: Autor findet David Lynchs Skript zum zweiten Teil von Dune
Artikel
  1. OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
    OpenAI
    Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

    Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

  2. Forensik: KI erkennt verschiedene Fingerabdrücke derselben Person
    Forensik
    KI erkennt verschiedene Fingerabdrücke derselben Person

    Bisher nahm man an, dass es nicht nachweisbar ist, dass verschiedene Fingerabdrücke von derselben Person stammen. Eine neue KI weckt jedoch Zweifel daran.

  3. Autokonzerne auf der CES 2024: Nur Software lässt sich nicht gut ausstellen
    Autokonzerne auf der CES 2024
    Nur Software lässt sich nicht gut ausstellen

    CES 2024 Die deutschen Autohersteller sind mit angezogener Handbremse auf der CES in Las Vegas unterwegs. Dabei geht es um die Zukunft des Software Defined Vehicle.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /