Riversimple Rasa: Brennstoffzellenauto mit Superkondensatoren fährt 480 km
Der Riverside Rasa(öffnet im neuen Fenster) erinnert mit seinen vorn angeschlagenen Flügeltüren an den Volkswagen XL1(öffnet im neuen Fenster) . Sein Antrieb basiert jedoch auf einer Brennstoffzelle, die Superkondensatoren auflädt, die dann Elektromotoren antreiben sollen. VW setzte noch auf einen Zwei-Zylinder-Dieselmotor und Lithium-Ionen-Akkus.
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Der zweisitzige Riversimple Rasa ist auf extremen Leichtbau getrimmt und besitzt ein Monocoque aus carbonfaserverstärktem Kunststoff. Das Monocoque soll nur 40 kg wiegen. Das gesamte Fahrzeuge erreicht ein Leergewicht von 520 kg. Der Rasa verfügt über vier Radnabenmotoren, die auch zur Rekuperation eingesetzt werden können, wenn das Fahrzeug bremst oder rollt.
Superkondensatoren machen Autos sparsamer
Die Superkondensatoren(öffnet im neuen Fenster) sollen beim Rekuperieren ihre Vorteile ausspielen. Beim Bremsen wird die Bewegungsenergie des Wagens ungenutzt als Wärme abgegeben. Zwar werden auch bei anderen Elektro- und Hybridfahrzeugen Akkus durch Rekuperation aufgeladen, doch Superkondensatoren lassen sich schneller laden. Das ist perfekt, um die kurzzeitig anfallende Energie beim Bremsen aufzunehmen. Mazda hat die Technik bereits in geringem Maß seit 2011 beim Modell 6 eingesetzt(öffnet im neuen Fenster) . Das Bremssystem i-Eloop nutzte schon damals Superkondensatoren, die das Bordsystem unterstützen.
Auch MAN-Busse ( Lion's City Hybrid(öffnet im neuen Fenster) ) wurden schon mit Supercaps ausgerüstet, um benzinsparend elektrisch von der Haltestelle anzufahren.
Wasserstoff-Tankstellennetz als größte Herausforderung
Die Brennstoffzelle im Heck des Rasa wird mit Wasserstoff betrieben und soll eine Leistung von 8,5 kW aufweisen. Die Reichweite des Fahrzeugs soll laut Hersteller bei 480 km liegen. Die Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h soll innerhalb von 10 Sekunden erreicht werden.
Zunächst sollen 20 Prototypen gebaut werden, ab 2018 soll die Kleinserienproduktion starten, wobei die Fahrzeuge nicht verkauft, sondern geleast werden können. Das größte Problem könnte dabei die Wasserstoffversorgung sein, für die es kein Tankstellennetz gibt. Mit lokalen Partnern wolle Riversimple ein Netz aufbauen, berichtet The Register(öffnet im neuen Fenster) .
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