Risiko für Cyberangriffe: Doge erhält Zugriff auf Gehaltsabrechnungssystem

Das Department of Government Efficiency (Doge) hat sich Zugang zu einem Gehaltsabrechungssystem der US-Regierung verschafft, mit dem die Gehälter von circa 267.000 Regierungsangestellten eingesehen werden können. Wie Ars Technica berichtet(öffnet im neuen Fenster) , erhalten Doge-Mitarbeiter dadurch Einblick in sensible Personaldaten wie Sozialversicherungsnummern und können Entlassungen schneller durchführen.
Zuvor äußerten leitende IT-Angestellte ihre Einwände. Sie befürchten, dass der Zugang zu den hochsensiblen Personaldaten die Gefahr von Cyberangriffen auf die US-Regierung vergrößern könnte. Mitglieder des Doge-Teams versuchten laut dem Bericht seit Anfang März 2025, Zugang zu dem Federal Personell and Payroll System genannten Gehaltsabrechungssystem zu erhalten.
Der Streit soll sich am 29. März zugespitzt haben, als der Chief Information Officer (CIO) und der Chief Information Security Officer (CISO), die sich dem Doge-Team widersetzt hatten, beurlaubt und Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurden. Als Grund wurde ihr Verhalten am Arbeitsplatz genannt.
Zugang erfordert Ausbildung und Zertifizierung
Ein Memo, das der New York Times zugespielt(öffnet im neuen Fenster) wurde, warnte davor, "dass Personen mit einem erweiterten Zugriff auf das System zu Hauptzielen für Cybersecurity-Angriffe durch Terroristen, Nationen oder andere bösartige Akteure werden könnten" . Ein solcher Zugang erfordere "normalerweise eine Ausbildung und Zertifizierung" , da das zuständige US-Innenministerium "ohne formale Qualifikationen erhebliche Ausfälle aufgrund von Bedienfehlern erleiden" könne, hieß es weiter.
Weiter berichtet Ars Technica, dass es der Zugang zum Gehaltsabrechnungssystem mindestens zwei Doge-Angestellten erlaube, Änderungen des Beschäftigungsstatus, des Gehaltsniveaus und der Gesundheitsleistungen vorzunehmen, ohne dass eine zusätzliche Aufsicht oder Genehmigung erforderlich sei.
Trotz Gerichtsurteilen , die der US-Regierung vorschrieben, Doge von bestimmten Daten wie denen der US-Sozialversicherungsbehörde, des US-Finanzministeriums, des US-Bildungsministeriums und des US-Amtes für Personalmanagement fernzuhalten, wird der Zugriff auf sensible Systeme immer stärker ausgeweitet.



