RISC-V: Visionfive 2 mit 3D-Grafik kann vorbestellt werden

Starfive hat seinen neuen RISC-V-Chip vorgestellt. Er soll die Leistung von ARM-Kernen erreichen und kann bei Kickstarter vorbestellt werden.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Der erste RISC-V-SBC mit beschleunigter 3D-Grafik: Starfives Visionfive 2
Der erste RISC-V-SBC mit beschleunigter 3D-Grafik: Starfives Visionfive 2 (Bild: Starfive)

Dass der chinesische Chip-Entwickler Starfive ein neues RISC-V-SoC herausbringen wird, war bereits klar, dass ein neuer Single Board Computer (SBC) damit kommt, auch. Jetzt wurden das SoC JH7110 und der SBC Visionfive 2 offiziell im Rahmen des RISC-V China Summit präsentiert. Das Besondere: Als erstes RISC-V-SoC verfügt der JH7110 über eine 3D-Grafikeinheit.

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Die Grafikeinheit hat Starfive von Imagination Technologies (Imgtech) eingekauft, es handelt sich um eine BXE-4-32. Allerdings macht der Hersteller keine Angaben, welche der vier angebotenen Varianten integriert ist. Je nach Konfiguration schafft die Einheit pro Takt zwischen 32 und 128 FP32-Berechnungen und erzeugt 4 bis 16 Pixel. Laut Imgtech existiert ein Linux-Treiber, unterstützt werden OpenGL ES 3.2, OpenCL 1.2 und Vulkan 1.2.

Auch für das Decodieren und Encodieren von Videos sind Hardwarebeschleuniger verbaut. Sie können mit H.264 und H.265 codierte Videos bis zu 4Kp30 decodieren, der Encoder schafft maximal 1080p30. Laut einem Benchmark von Starfive soll die GPU bei 1080p mehr als viermal so leistungsfähig sein wie der Videocore IV im BCM2711 des Raspberry Pi 4. Was genau und mit welchen Treibern gemessen wurde, bleibt allerdings offen.

Der Prozessor nutzt vier der von Sifive entwickelten U74-Kerne, die mit bis zu 1,5 GHz takten. Ihre Leistung ordnet der Hersteller auf dem Niveau von ARM A57-Kernen ein, den A72-Kernen des Raspberry Pi 4 müssen sie sich geschlagen geben. Eine Besonderheit des 100 x 72 mm großen Boards ist ein M.2-Slot mit M-Key für SSDs oder WLAN-Module, der laut Liliputing mit 2 PCIe-2.0-Lanes angebunden sein soll. Daneben gibt es einen Slot für eine SD-Karte, einen Sockel für eMMC-Module und einen Flash-Chip für den Bootloader Uboot.

Ausstattung, Preis und Verfügbarkeit

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Der Visionfive 2 wird in drei Ausführungen mit 2, 4 oder 8 GByte LPDDR4-Speicher angeboten. Außerdem finden sich auf dem Board zwei GBit-Ethernet-Buchsen, je zweimal USB 2.0 und 3.0 sowie ein HDMI-2.0-Ausgang. Die GPIOs des SoC sind wie beim Vorgänger über eine 40-polige Stiftleiste zugänglich, zudem können Kameras und Displays über MIPI-Verbinder angeschlossen werden. Die Stromversorgung erfolgt mit 5 Volt entweder über eine USB-C-Buchse oder die Stiftleiste, das Netzteil muss 3A Strom liefern können. Auch Power over Ethernet (PoE) soll mit einem Zusatzmodul möglich sein.

  • Starfive gibt einige Benchmarkwerte für den JH7110 an - wie sie erstellt wurden, ist allerdings unklar. (Bild: Visionfive)
  • Rückseite des Visionfive 2 mit M.2- sowie SD-Slot und Steckplatz für eMMC-Modul (Bild: Visionfive)
  • Die Vorderseite des Visionfive 2 mit verbauten Komponenten (Bild: Visionfive)
Die Vorderseite des Visionfive 2 mit verbauten Komponenten (Bild: Visionfive)

Starfive hat angekündigt, dass das Starfive mit den Linux-Distributionen Debian und Fedora laufen soll. Ubuntu bietet Canonical für den Vorgänger Visionfive als fertiges Image zum Download an, für den Visionfive 2 dürfte es ebenfalls ein Ubuntu-Image geben.

Aktuell kann der Visionfive 2 vergünstigt über Kickstarter vorbestellt werden. Die Preise reichen von 46 bis 67 US-Dollar für die Early-Bird-Varianten, der Versand nach Deutschland kostet noch einmal etwa 9 US-Dollar. Zusätzlich fallen Zollgebühren und die Einfuhrumsatzsteuer an. Die 4-GByte-Variante gibt es zudem als Super-Early-Bird-Angebot für 49 US-Dollar. Diese Boards sollen bereits im November 2022 ausgeliefert werden, allerdings unterstützt einer der Netzwerkanschlüsse nur 100 MBit/s. Die anderen Varianten sollen im Februar 2023 verschickt werden, regulär sollen die Boards später zwischen 55 und 85 UD-Dollar kosten.

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