• IT-Karriere:
  • Services:

RISC-V: Google, HPE und Oracle investieren in ARM-Konkurrent

Die moderne Chip-Architektur RISC-V könnte eine Konkurrenz für ARM oder MIPS werden. Das akademische Forschungsprojekt bekommt nun starke Unterstützung durch Unternehmen wie Google oder Oracle. Chiphersteller und Zulieferer beteiligen sich ebenfalls.

Artikel veröffentlicht am ,
RISC-V bekommt starke Unterstützung aus der Industrie.
RISC-V bekommt starke Unterstützung aus der Industrie. (Bild: RISC-V)

Seit 2010 arbeiten Forscher der UC-Berkeley mit der Architektur RISC-V an einem modernen Befehlssatz für Computerchips, der zumindest in Teilbereichen eine Konkurrenz für bestehende ARM- und MIPS-Architekturen werden könnte. Das Design wird nach Open-Source-Prinzipien entwickelt und bekommt nun dank eines Industriekonsortiums finanzstarke Sponsoren, wie die EE-Times berichtet.

Stellenmarkt
  1. Wirecard Issuing Technologies GmbH, Aschheim/München
  2. ITERGO Informationstechnologie GmbH, Düsseldorf

Zu den Mitbegründern des Konsortiums, das sich dem Bericht zufolge noch im Aufbau befindet, gehören demnach Industriegrößen wie Google, Oracle oder Hewlett Packard Enterprise (HPE), das aus einer Aufspaltung von HP hervorging. Unter den Unterstützern finden sich aber auch die Halbleiterhersteller Lattice und Microsemi sowie Bluespec, welches verschiedene Werkzeuge zum Testen einer Hardware-Umsetzung anbietet.

Das nächste Arbeitsgruppentreffen, das zur Diskussion der Architektur und Weiterentwicklung des Konsortiums dienen soll, wird kommende Woche in Oracles eigenem Konferenzzentrum abgehalten. Zu den bereits angekündigten Vorträgen gehört die Vorstellung eines möglichen SoC für HPC (High Performance Computing). Intel und HPE erläutern die Unterstützung von RISC-V in UEFI, wohl für eventuelle Serverplattformen und Google erörtert die Verwendung von Chips der Architektur mit Coreboot. Letzteres wird unter anderem in Chromebooks als Firmware verwendet.

Die recht konkreten Vortagsthemen lassen darauf schließen, dass die beteiligten Unternehmen zumindest ergründen, ob und wie die Architektur kommerziell verwertet werden könnte. Noch erscheint eine Ablösung von Chips der MIPS- oder ARM-Architekturen durch RISC-V mittelfristig allerdings schwer vorstellbar. Immerhin gibt es bisher erst einen einzigen Chip der Architektur, der kommerziell genutzt wird - in einer Kamera.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 299,00€ (Bestpreis! zzgl. Versand)
  2. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

cpt.dirk 09. Jan 2016

Umfangreiche Backdoorfunktionen "in Hardware gießen" halte ich für eher unwahrscheinlich...

MarioWario 30. Dez 2015

wobei ARM International & Neutral über viele Konzerne verteilt ist - im Gegensatz...


Folgen Sie uns
       


Death Stranding - Fazit

Das Actionspiel Death Stranding schickt uns in eine düstere Welt voller Gefahren - und langer Wanderungen. Das aktuelle Werk von Stardesigner Hideo Kojima erscheint für Playstation 4 und Mitte 2020 für Windows-PC.

Death Stranding - Fazit Video aufrufen
Tesla-Fabrik in Brandenburg: Remote, Germany
Tesla-Fabrik in Brandenburg
Remote, Germany

Elon Musk steht auf Berlin, doch industrielle Großprojekte sind nicht die Stärke der Region. Ausgerechnet in die Nähe der ewigen Flughafen-Baustelle BER will Tesla seine Gigafactory 4 platzieren. Was spricht für und gegen den Standort Berlin/Brandenburg?
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Gigafactory Tesla soll 4 Milliarden Euro in Brandenburg investieren
  2. 7.000 Arbeitsplätze Tesla will Gigafactory bei Berlin bauen
  3. Irreführende Angaben Wettbewerbszentrale verklagt Tesla wegen Autopilot-Werbung

Von De-Aging zu Un-Deading: Wie Hollywood die Totenruhe stört
Von De-Aging zu Un-Deading
Wie Hollywood die Totenruhe stört

De-Aging war gestern, jetzt werden die Toten zum Leben erweckt: James Dean übernimmt posthum eine Filmrolle. Damit überholt in Hollywood die Technik die Moral.
Eine Analyse von Peter Osteried


    Von Microsoft zu Linux und zurück: Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme
    Von Microsoft zu Linux und zurück
    "Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme"

    Aus Ärger über Microsoft stieß er den Wechsel der Stadt München auf Linux an. Kaum schied er aus dem Amt des Oberbürgermeisters, wurde Limux rückgängig gemacht. Christian Ude über Seelenmassage von Ballmer und Gates, die industriefreundliche CSU, eine abtrünnige Grüne und umfallende SPD-Genossen.
    Ein Interview von Jan Kleinert


        •  /