Abo
  • Services:

Ripper: Geldautomaten-Malware gibt bis zu 40 Scheine aus

Sicherheitsforscher haben eine Schadsoftware entdeckt, die Geldautomaten gleich dreier Hersteller infizieren soll. Vieles deutet darauf hin, dass Kriminelle mit Hilfe der Malware in Thailand Geld im Wert von mehr als 300.000 Euro entwenden konnten.

Artikel veröffentlicht am ,
Kriminelle nutzen den EMV-Chip von Karten, um mit der Malware zu kommunizieren.
Kriminelle nutzen den EMV-Chip von Karten, um mit der Malware zu kommunizieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Forscher der Sicherheitsfirma Fireeye haben eine neue Malware entdeckt, die Geldautomaten infiziert. Die Schadsoftware Ripper kann dabei nach Angaben der Forscher Automaten von drei weltweit aktiven Herstellern befallen. Möglicherweise wurde die Software bei einem Angriff in Thailand genutzt, bei dem eine organisierte Bande innerhalb weniger Stunden thailändische Baht im Wert von mehr als 300.000 Euro abgehoben hatte.

Stellenmarkt
  1. AOK - Die Gesundheitskasse für Niedersachsen, Hannover
  2. CG Car-Garantie Versicherungs-AG, Deutschland, Freiburg im Breisgau

Angreifer brauchen physischen Zugang zu dem Gerät, um dieses zu infizieren. Über den genauen Infektionsweg gibt es noch keine Informationen, doch sie können sich bei der Malware mit speziell präparierten EMV-fähigen Karten authentifizieren. Die Schadsoftware ist in der Lage, die Statusinformationen des Geldautomaten auszulesen, um zum Beispiel festzustellen, wie viele Geldscheine einer bestimmten Sorte vorhanden sind.

Außerdem kann das Netzwerk-Interface der Automaten deaktiviert werden, um eine Intervention der Bank zu verhindern. Zudem soll das Programm in der Lage sein, forensische Spuren zu vernichten und so die Beweissicherung zu erschweren.

Authentifizierung über EMV-Chip

Entdeckt die Malware eine von den Angreifern entsprechend manipulierte Karte, kann dieser nach Ablauf eines Timers über das Pin-Feld Befehle eingeben, um Geld abzuheben. Das Limit ist auf maximal 40 Scheine egal welcher Notierung eingestellt, die höchste vom Hersteller vorgesehene Menge.

Bei einem Angriff in Thailand vergangene Woche hatte eine Gruppe illegal mehr als 12 Millionen Baht abgehoben, etwa 310.000 Euro. Fireeye sieht eine Verbindung zwischen der Malware und dem erfolgreichen Hack, da die Software unter anderem auch die bei dem Angriff verwendeten NCR-Automaten befallen könne. Außerdem sei ein Sample der Malware kurz vor dem Angriff bei Virustotal aufgetaucht, hochgeladen von einer IP-Adresse aus Thailand. Die betroffene staatliche Bank Government Savings bank (GSB) hatte als Reaktion auf den Hack mehr als 3.300 einzelnstehende Geldautomaten außer Betrieb gesetzt.

Kriminelle greifen immer häufiger die Infrastruktur von Banken direkt an und nicht mehr die Einlagen einzelner Nutzer. In Russland gelang es einer Bande, das Upstream-Zahlungsgateway von Banken zu manipulieren, in Japan wurden mehrere Millionen über manipulierte Karten einer südafrikanischen Bank abgehoben.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 1.099€ inkl. Versand (Vergleichsspreis ca. 1.322€)
  2. 299,99€ (Vergleichspreis 327,95€)
  3. 299€ inkl. Versand
  4. 75€

M. 31. Aug 2016

Dass eigentlich ein System gibt, über das Transaktionen an Fremdautomaten im In- oder...

Lasse Bierstrom 31. Aug 2016

+1 Wieviele server (Linux) stehen offen da und werden nach Belieben mit anderem Zeugs...

vlad_tepesch 30. Aug 2016

Gibts eigentlich Studien/Versuche/Hacks in denen den Automaten direkt per manipulierter...

Apfelbrot 30. Aug 2016

Aber immerhin eine USV und Wachgoldfische!


Folgen Sie uns
       


Intel NUC8 (Hades Canyon) - Test

Winzig und kraftvoll: der NUC8 alias Hades Canyon.

Intel NUC8 (Hades Canyon) - Test Video aufrufen
Highend-PC-Streaming: Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
Highend-PC-Streaming
Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren

Geforce GTX 1080, 12 GByte RAM und ein Xeon-Prozessor: Ab 30 Euro im Monat bietet ein Startup einen vollwertigen Windows-10-Rechner im Stream. Der Zugriff auf Daten, Anwendungen und Games soll auch unterwegs mit dem Smartphone funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?
  2. Rundfunk Medienanstalten wollen Bild Livestreaming-Formate untersagen
  3. Illegale Kopien Deutsche Nutzer pfeifen weiter auf das Urheberrecht

Oneplus 6 im Test: Neues Design, gleich starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
Oneplus 6 im Test
Neues Design, gleich starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Oneplus 6 hat einen schnellen Prozessor, eine Dualkamera und ein großes Display - mit einer Einbuchtung am oberen Rand. Der Preis liegt wieder unter dem der meisten Konkurrenzgeräte. Das macht das Smartphone trotz fehlender Innovationen zu einem der aktuell interessantesten am Markt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android-Smartphone Neues Oneplus 6 kostet ab 520 Euro
  2. Oneplus 6 Oneplus verkauft sein neues Smartphone auch direkt in Berlin

Steam Link App ausprobiert: Games in 4K auf das Smartphone streamen
Steam Link App ausprobiert
Games in 4K auf das Smartphone streamen

Mit der Steam Link App lassen sich der Desktop und Spiele vom Computer auf Smartphones übertragen. Im Kurztest mit einem Windows-Desktop und einem Google Pixel 2 klappte das einwandfrei - sogar in 4K.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Valve Steam Spy steht nach Datenschutzänderungen vor dem Aus
  2. Insel Games Spielehersteller wegen Fake-Reviews von Steam ausgeschlossen
  3. Spieleportal Bitcoin ist Steam zu unbeständig und zu teuer

    •  /