• IT-Karriere:
  • Services:

Riot Games: Streik beim League-of-Legends-Studio

Das Spielestudio Riot Games kommt nicht zur Ruhe. Weil sich das Unternehmen außergerichtlich einigen will, haben über 150 Angestellte die Arbeit niedergelegt.

Artikel veröffentlicht am , Jan Bojaryn
Riot-Games-Hauptquartier in Los Angeles
Riot-Games-Hauptquartier in Los Angeles (Bild: Riot Games)

In Los Angeles, dem Hauptsitz des Spieleentwicklers Riot Games, ist es zu einem Warnstreik gekommen. Wie viele Mitarbeiter genau daran teilgenommen haben, ist nicht ganz klar. Die Gaming-Seite Kotaku hat "über 150" gezählt, die Los Angeles Times "mehr als 200".

Stellenmarkt
  1. HOTTGENROTH & TACOS GmbH, Münsterland
  2. Amprion GmbH, Pulheim

Anlass für den "Walkout", bei dem Mitarbeiter demonstrativ den Arbeitsplatz verlassen, sich vor dem Studio versammelt und Reden gehalten haben, ist die Durchsetzung einer Vertragsklausel. Einzelne Mitarbeiter haben Riot Games wegen sexueller Belästigung und wegen unfairer Bezahlung verklagt. Das Unternehmen pocht darauf, dass solche Klagen per Vertrag in einem Schiedsgericht ohne Jury beigelegt werden müssten.

Genau das wollen die protestierenden Rioter nicht mehr hinnehmen. Jocelyn Monahan, eine Social-Listening-Strategin bei Riot Games, hat in einem Interview mit Kotaku gefordert, dass der Zwang zur Einigung "für alle Riot-Angstellten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" beendet wird.

Im Sommer 2018 hatte Kotaku dem Studio in einer ausführlichen Reportage eine "Kultur des Sexismus" vorgeworfen. Frauen wurden laut dem Bericht systematisch benachteiligt, gleichwertige Leistungen weniger geschätzt, und Beförderungen gingen bevorzugt an Männer. Einerseits hat Riot Games seitdem Besserung gelobt. Aber die Änderungen gehen den Protestierenden offenbar nicht schnell genug, oder sie zweifeln den Ernst der Bemühungen an. "Bis jetzt habe ich kein Ergebnis gesehen", lässt sich ein Mitarbeiter während des Walkouts zitieren.

Das Studio äußert sich respektvoll den Streikenden gegenüber und hat zugesichert, dass neue Angestellte zumindest für den Tatbestand der sexuellen Belästigung nicht mehr die umstrittene Schiedsgericht-Klausel unterschreiben müssen. Welche Angebote man der vorhandenen Belegschaft machen kann, will das Unternehmen erst erklären, wenn die aktuell laufenden Verfahren abgeschlossen sind. Die Streikenden setzen ein anderes Ultimatum: Bis zum 16. Mai 2019 solle Riot seine Absichten erklären, sonst komme es zu weiteren Maßnahmen.

Riot Games ist längst viel mehr als nur ein Studio in Los Angeles. Bei dem Unternehmen arbeiten über 2.500 Menschen an über 20 Standorten weltweit.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 549€ + 6,99€ Versand
  2. 229,99€ + Versand (Vergleichspreis ca. 300€)
  3. 399€ (Vergleichspreis 419€)
  4. (u. a. be quiet! SILENT BASE 802 White für 129,90€ + 6,99€ Versand)

ildottore 08. Mai 2019

Schiedsgerichte gibt es auch in Deutschland und auch im deutschen Recht kann man in...


Folgen Sie uns
       


Xiaomi MiTV Q1 im Test

Für das Streamen von Serien oder den Filmeabend zu Hause reicht der preiswerte Fernseher locker aus.

Xiaomi MiTV Q1 im Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /