Ringmark: Facebook und Mozilla wollen das mobile Web vereinheitlichen
Facebook hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona einige Initiativen angekündigt(öffnet im neuen Fenster), um das mobile Web zu verbessern. Eine davon ist die Gründung der "W3C Mobile Web Platform Core Community Group" zusammen mit Mozilla sowie mehr als 30 Geräteherstellern, Netzbetreibern und Browserentwicklern. Google und Apple sind allerdings nicht dabei.
Die Gruppe soll Browserentwicklern Richtlinien an die Hand geben, welche Standards in ihren mobilen Browser implementiert werden sollten. Es sei bei der Vielzahl an Standards nicht zu erwarten, dass Browserhersteller alle diese Richtlinien umsetzten, erläutert Mozillas Technikchef Brendan Eich das Vorhaben(öffnet im neuen Fenster). Daher sollen hier vor allem Entwickler von Apps Einfluss nehmen. So soll es für Webentwickler einfacher werden, Apps zu schreiben, die geräte- und plattformübergreifend funktionieren.
Es geht nicht darum, neue Standards zu etablieren, sondern darum, eine Orientierungshilfe zu geben, welche W3C-Standards für Entwickler von besonderer Relevanz sind und vorrangig in Browsern implementiert werden sollten.
Ringmark
Zusammen mit Bocoup(öffnet im neuen Fenster) hat Facebook dazu mit Ringmark(öffnet im neuen Fenster) eine Testsuite entwickelt und der Community zur Weiterentwicklung übergeben. Ringmark soll Entwicklern helfen zu verstehen, welche Browser die für ihre Apps notwendigen Funktionen bereitstellen.
Für Facebook spielt das mobile Web eine große Rolle, denn trotz diverser nativer Apps greifen die meisten Menschen von unterwegs über den Browser auf Facebook zu.
Einfacher bezahlen
Facebook will darüber hinaus den Zahlungsvorgang für mobile Apps vereinfachen und arbeitet dafür mit Netzbetreibern in der ganzen Welt zusammen, darunter auch die Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone. Gemeinsam wollen die Unternehmen die notwendigen Schritte zur Bezahlung einer App reduzieren. Abgerechnet wird dann über die Telefonrechnung.
Wer Facebooks Pay Dialog(öffnet im neuen Fenster) nutzt, erhält die entsprechenden Funktionen automatisch, wenn der jeweilige Netzbetreiber sie unterstützt.
Das dritte Feld, in dem Facebook ansetzt, ist die Entdeckung neuer Apps. Seit Oktober 2011 bietet Facebook Entwicklern von iOS-Apps die Möglichkeit, ihre Apps mit Facebook zu verbinden(öffnet im neuen Fenster). Demnächst soll sie auch für Android zur Verfügung stehen.
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