Ringconn Gen 3 im Test: Nicht ganz rund und trotzdem richtig gut
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Smart-Ringe sind sich auf den ersten Blick ziemlich ähnlich. Kein Wunder: Bei kaum einem anderen Gadget ist die Form durch die menschliche Anatomie so stark vorgegeben. Außerdem ist rund um den Finger nicht viel Platz für Experimente.
Nach ein paar Wochen mit dem Ringconn Gen 3 finde ich allerdings: Trotz der ähnlichen Grundidee fallen die Unterschiede zum Marktführer Oura Ring 5 (Test auf Golem) erstaunlich groß aus. Die beginnen bei der Hardware, reichen über die Software und bis zur Frage, ob der Hersteller ein Abo verlangt.
Schon beim Design geht der Gen 3 eigene Wege. Das aus Titan und innen aus Epoxidharz gefertigte Wearable hat eine etwas kissenförmige Außenkontur, keine vollständig runde Form wie der Oura Ring 5. Außerdem ist der Ringconn-Ring insgesamt etwas größer. Und: Er ist kratz- und schlagfest, nach etwas mehr als zwei Wochen intensiven Tragens sehe ich nicht mal kleine Macken.
Bei mir sitzt Gen 3 bei Größe 11 einen Hauch lockerer als der Ring 5, praktisch macht das aber keinen Unterschied. Je nach Wetter und Umständen ist mal der eine Ring ein wenig bequemer und mal der andere. Doch das ist primär beim Aufstecken oder Abziehen spürbar, nicht beim Tragen.
Das größere Gehäuse (der Umfang) fällt dagegen auf: Gen 3 fühlt sich am Finger präsenter an. Das kann man gut oder schlecht finden, nach Tagesform mal so oder so.
| Ringconn Gen 3 (Größe 11) | Oura Ring 5 (Größe 11) | |
|---|---|---|
| Größe | ca. 2,7 x ca. 7 mm | 25,24 x 6,09 mm |
| Gewicht | ca. 3,5 Gramm | ca. 2,5 Gramm |
| Akku | 11 - 14 Tage (je nach Vibrationsfunktion) | bis zu 9 Tage |
| Bedienung | nur per App | nur per App |
| Sensoren | Optischer Herzfrequenzsensor, SpO2, Hauttemperatur, 3-Achsen-Beschleunigung, Vibrationsmotor | Optische Herzfrequenz, SpO2, Hauttemperatur, 3-Achsen-Beschleunigung |
| Wasserdichtigkeit | IP68 + 10 ATM (100 m) | IP68 + 10 ATM (100 m) |
Das Mehr an Gehäusevolumen bietet außer Platz für einen Vibrationsmotor einen größeren Akku. Gen 3 schafft laut Hersteller unter Idealbedingungen bis zu 14 Tage Akkulaufzeit, der Oura Ring 5 kommt auf bis zu 9 Tage.
Die Laufzeit hat nebenbei den Vorteil, dass weniger Ladezyklen anfallen. Das dürfte sich langfristig positiv auf die Lebensdauer des Akkus auswirken. Wie groß der Effekt tatsächlich ist, wird sich allerdings erst in Monaten oder Jahren zeigen.
Sowohl Ringconn als auch Oura empfehlen, die Wearables möglichst weder vollständig zu laden noch komplett zu entleeren. Idealerweise soll sich der Akkustand zwischen 20 und 80 Prozent bewegen, kurze Zwischenladungen sind ausdrücklich erwünscht.
Der Gen 3 gehört zu den wenigen Smart Rings mit Vibrationsmotor. Der Ring informiert mich durch ein sanft-angenehmes Vibrieren, etwa bei zu langem Sitzen oder bei einem niedrigen Akkustand. Gegen Ende 2026 soll es per Update einen smarten Wecker geben; bislang nennt der Hersteller dafür keinen konkreten Termin. Ob irgendwann auch Handy-Benachrichtigungen unterstützt werden, ist unklar.
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