Abo
  • IT-Karriere:

Riken Post-K: Fujitsu beginnt Produktion von Japans ARM-Supercomputer

Es könnte das erste Exascale-System der Welt werden: In Japan entsteht der Post-K-Supercomputer, der noch keinen echten Namen hat. Fujitsu hat dafür extra einen eigenen ARM-Prozessor entwickelt, der künftig auch in kleinen Supercomputer-Servern für Unternehmen stecken soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Prototyp der Hardware des Post-K-Supercomputers alias Fugaku
Prototyp der Hardware des Post-K-Supercomputers alias Fugaku (Bild: Fujitsu)

Die Designphase ist abgeschlossen, die Produktion hat begonnen: Fujitsu arbeitet daran, die Bauteile des Post-K-Supercomputers herstellen zu lassen, um diese zu installieren und das System in Betrieb zu nehmen. Der Post-K gehört zum Forschungsinstitut Rikagaku Kenkyujo (Riken) und untersteht dem japanischen Kultus- und Wissenschaftsministerium (MEXT). Das System hat noch keinen eigenen Namen, da es aber auf den K-Supercomputer folgt, sprechen Fujitsu und Riken bisher schlicht von Post-K.

Stellenmarkt
  1. Fiducia & GAD IT AG, Münster
  2. EUROIMMUN AG, Dassow

Geplant ist das System für 2020 oder 2021, der Supercomputer könnte der weltweit erste mit einem Exaflops werden - noch vor den Servern aus China (Tianhe-3) oder aus den USA (Aurora). Anders als die meisten heutigen Supercomputer nutzt der Post-K nur Prozessoren und keine Beschleunigerkarten. Pro Knoten (Node) wird eine CPU verwendet, der A64FX von Fujitsu. Dieser ARM-basierte hat nichts mit dem x86-Chip von AMD gemein, sondern integriert die Scalable Vector Extension mit einer Vektorlänge von 512 Bit. Somit sollen bis zu 2,7 Teraflops bei doppelter Genauigkeit (FP64) erreicht werden.

  • Präsentation des A64FX (Bild: Fujitsu)
  • Präsentation des A64FX (Bild: Fujitsu)
  • Präsentation des A64FX (Bild: Fujitsu)
Präsentation des A64FX (Bild: Fujitsu)

Hergestellt wird der Prozessor im 7-nm-Verfahren, er besteht aus rund 8,8 Milliarden Transistoren. Jeder A64FX hat 48 Compute-Kerne und vier weitere für Verwaltungsaufgaben. Daten erhält der Chip über vier HBM2-Stacks mit 32 GByte und einer Bandbreite von 1 TByte/s, die Node-Kommunikation übernimmt der Tofu-v3-Interconnect. Für Peripherie gibt es 16 PCIe-Gen3-Lanes pro Knoten. Fujitsu nutzt Linux mit McKernel und angepassten Compilern für die A64FX und arbeitet eng mit dem Riken Center for Computational Science (RCCS) für die Software des Post-K zusammen.

Neben dem Supercomputer für das japanische Kultus- und Wissenschaftsministerium plant Fujitsu auch eine kommerzielle Version der Hardware des Post-K und überlegt sogar, eine Einsteigerversion zu verkaufen oder zumindest Partner eine solche entwickeln zu lassen. In ein Rack passen übrigens 384 Nodes: Bei 2,7 Teraflops pro A64FX wäre das gut ein Petaflops an theoretischer Rechenleistung, die zur Verfügung steht.

Nachtrag vom 23. Mai 2019, 18:09 Uhr

Der Post-K heißt offiziell Fugaku, ein anderes Wort für den Fuji-Vulkan.

Auch zu diesem Thema:



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung
  2. 73,90€ + Versand
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

bionade24 19. Apr 2019

Es gab doch früher auch viele HPCs mit POWER-Architektur. Jetzt sind sie halt auf x86...


Folgen Sie uns
       


Akku-Recycling bei Duesenfeld

Das Unternehmen Duesenfeld aus Peine hat ein Verfahren für das Recycling von Elektroauto-Akkus entwickelt.

Akku-Recycling bei Duesenfeld Video aufrufen
Watch Dogs Legion angespielt: Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee
Watch Dogs Legion angespielt
Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee

E3 2019 Elitesoldaten brauchen wir nicht - in Watch Dogs Legion hacken und schießen wir auch als Pensionistin für den Widerstand. Beim Anspielen haben wir sehr über die ebenso klapprige wie kampflustige Oma Gwendoline gelacht.


    Ocean Discovery X Prize: Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee
    Ocean Discovery X Prize
    Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

    Öffentliche Vergaberichtlinien und agile Arbeitsweise: Die Teilnahme am Ocean Discovery X Prize war nicht einfach für die Forscher des Fraunhofer Instituts IOSB. Deren autonome Tauchroboter zur Tiefseekartierung schafften es unter die besten fünf weltweit.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. JAB Code Bunter Barcode gegen Fälschungen

    WD Blue SN500 ausprobiert: Die flotte günstige Blaue
    WD Blue SN500 ausprobiert
    Die flotte günstige Blaue

    Mit der WD Blue SN500 bietet Western Digital eine spannende NVMe-SSD an: Das M.2-Kärtchen basiert auf einem selbst entwickelten Controller und eigenem Flash-Speicher. Das Resultat ist ein schnelles, vor allem aber günstiges Modell als bessere Alternative zu Sata-SSDs.
    Von Marc Sauter

    1. WD Black SN750 ausprobiert Direkt hinter Samsungs SSDs
    2. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
    3. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte

      •  /