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Rigidbot: Günstiger 3D-Drucker soll Replicator Konkurrenz machen

Invent-A-Part ist eigentlich ein 3D-Druck-Dienstleister, der für Kunden Objekte im 3D-Drucker aufbaut. Das US-Unternehmen hat mit dem Rigidbot jetzt einen eigenen 3D-Drucker entwickelt, den es mit Hilfe von Crowdfunding in Serie fertigen und im Spätsommer auf den Markt bringen will.
/ Werner Pluta
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3D-Drucker Rigidbot: variabler Stahlrahmen (Bild: Invent-A-Part)
3D-Drucker Rigidbot: variabler Stahlrahmen Bild: Invent-A-Part

Ein großes Ziel hat sich Michael Lundwall gesetzt: Er will mit seinen beiden 3D-Druckern dem Replicator 2 von Makerbot Konkurrenz machen. Der Rigidbot sei günstiger und könne größere Werkstücke aufbauen als der Replicator, sagt Lundwall.

3D-Drucker Rigidbot – Kickstarter
3D-Drucker Rigidbot – Kickstarter (02:38)

Der auf dem Reprap basierende Rigidbot ist 48 x 42 x 40 cm groß und baut Objekte bis zu einer Größe von 25,4 x 25,4 x 25,4 cm. Entwickelt wurde der 3D-Drucker von dem US-Unternehmen Invent-A-Part(öffnet im neuen Fenster) , einem 3D-Drucker-Dienstleister aus Springville im US-Bundesstaat Utah.

Schichtstärke 100 Mikrometer

Der Rigidbot setzt das Schmelzschichtungsverfahren(öffnet im neuen Fenster) (Fused Deposition Modeling, FDM) ein und verarbeitet Kunststoffdraht mit einem Durchmesser von 0,35 oder 1,75 Millimetern. Die Auflösung kann in drei Stufen, niedrig, mittel, hoch – 254, 126, 100 Mikrometer – eingestellt werden. Der Draht kann aus Polylactid(öffnet im neuen Fenster) (PLA) oder aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat(öffnet im neuen Fenster) (ABS) sein. Da das Thermoplast ABS jedoch schwieriger zu verarbeiten ist, empfiehlt der Hersteller, PLA einzusetzen.

Der Drucker hat einen Stahlrahmen, der dem Gerät eine hohe Stabilität verleiht – daher der Name Rigidbot. Der Rahmen besteht aus Stangen, die mit Kunststoffteilen verbunden sind. Der Nutzer könne den Drucker mit längeren Stangen und Antriebsriemen bei Bedarf selbst vergrößern, sagt Lundwall.

Großer Drucker

Der Hersteller Invent-A-Part bietet das Gerät bereits in zwei Ausführungen an: Neben dem normalen Rigidbot gibt es noch den Rigidbot Big. Der ist 62 x 48 x 42 cm groß und kann 30,4 x 40,6 x 25,4 cm große Werkstücke drucken. Zum Vergleich: Die Objekte aus dem Replicator 2 sind maximal 28,4 x 15,5 x 15,2 cm groß.

Die Rigidbots bauten nicht nur größer, sie seien auch günstiger als der Konkurrent aus New York, betont Invent-A-Part: Makerbot bietet den Replicator 2 für 2.200 US-Dollar an. Der Rigidbot soll 500 US-Dollar, der Rigidbot Big 900 US-Dollar kosten.

Erfolg bei Kickstarter

Für die Serienproduktion der Rigidbots hat Invent-A-Part eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter initiiert(öffnet im neuen Fenster) . Das am Starttermin, dem 26. März, ausgerufene Ziel war, 31.500 US-Dollar zu sammeln. Am Tag darauf war bereits fast das Doppelte zusammengekommen: 137 Interessenten haben knapp 59.000 US-Dollar zugesagt.

Die Drucker gibt es vormontiert oder als Bausatz. Die Preise während der Kickstarter-Kampagne beziehen sich auf die montierten Geräte. 50 Rigidbots gab es für die ersten Bieter für 325 US-Dollar, Preise für die Bausätze nennt der Hersteller noch nicht. Als optionales Zubehör gibt es ein LCD und einen SD-Kartenleser – das Set kostet als Bausatz 125 US-Dollar, montiert 175 US-Dollar. Die ersten Rigidbots will Invent-A-Part im September ausliefern.


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