Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Riesiges Update: 382 Sicherheitslücken in Google Chrome entdeckt

Security-Alert
Die neueste Chrome-Version schließt fast 400 teils kritische Sicherheitslücken. Auch für Edge, Vivaldi und Brave dürften entsprechende Updates folgen.
/ Marc Stöckel
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Für Chrome-Nutzer wird es höchste Zeit, ihren Browser zu aktualisieren. (Bild: Brandon Bell/Getty Images)
Für Chrome-Nutzer wird es höchste Zeit, ihren Browser zu aktualisieren. Bild: Brandon Bell/Getty Images

Ebenso wie in zahlreichen anderen Softwareprojekten werden durch den Einsatz von KI auch in dem weitverbreiteten Webbrowser Google Chrome sowie dessen Chromium-Codebasis immer mehr Sicherheitslücken gefunden. Das jüngste Chrome-Update behebt laut Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) nicht weniger als 382 Schwachstellen. Anwender sollten ihre Webbrowser also besser zügig aktualisieren.

Die meisten der 382 Lücken hat Google nach eigenen Angaben selbst entdeckt. 15 sind mit einer kritischen Einstufung versehen, 67 mit dem Schweregrad hoch, 169 mittel und die verbleibenden 131 gering.

Für 14 von externen Forschern gemeldete Lücken schüttete Google Bug-Bounty-Prämien aus. Spitzenreiter ist dabei ein als CVE-2026-13789 registrierter Use-after-free-Bug mit einer Auszahlung in Höhe von 36.000 US-Dollar. Danach folgen CVE-2026-13790 und CVE-2026-13791, für die jeweils 10.000 US-Dollar gezahlt wurden. Die übrigen Ausschüttungen liegen alle im vierstelligen Bereich.

Update verfügbar

Hinweise auf eine aktive Ausnutzung einer der geschlossenen Sicherheitslücken scheint es bisher nicht zu geben. Dennoch ist die Angriffsfläche groß, wie die hohe Anzahl gepatchter Lücken verdeutlicht. Anwender sollten daher zügig auf die Chrome-Version 150.0.7871.46 (Linux) respektive 150.0.7871.46/.47 (Windows/Mac) aktualisieren, um sich zu schützen.

Die allermeisten der geschlossenen Sicherheitslücken dürften in der Chromium-Codebasis enthalten sein. Damit sind neben Chrome auch andere darauf basierende Webbrowser wie Microsoft Edge, Vivaldi und Brave betroffen. Für diese dürften also in den kommenden Tagen ebenfalls entsprechend umfangreiche Updates erscheinen.

In den letzten Monaten ist die Anzahl gepatchter Lücken in Chrome rapide angestiegen. Das ist vor allem dem Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Schwachstellenforschung geschuldet. Bei anderen Softwareprojekten waren zuletzt ebenfalls extreme Anstiege bei den Bug-Reports zu verzeichnen. Für Entwickler ergeben sich damit neue Herausforderungen.


Relevante Themen