Riesiges Produktionsgebäude: Ende Juli wird die Tesla Gigafactory eröffnet
Tesla Motors baut zusammen mit Panasonic im US-Bundesstaat Nevada im Storey County eine riesige Akkufabrik für seine Elektrofahrzeuge(öffnet im neuen Fenster). Die Gigafactory soll am 29. Juli 2016 offiziell eingeweiht werden. Einladungen wurden bereits an Mitarbeiter und an Kunden geschickt, die sich als fleißige Werber für das Unternehmen herausgestellt haben. Haben durch ihre Empfehlungen fünf oder mehr Freunde, Verwandte oder Geschäftspartner einen Tesla gekauft, bekommen sie eine Einladung zum Grand Opening(öffnet im neuen Fenster).
Jährlich sollen dort später Rundzellen mit 35 GWh Gesamtkapazität gebaut werden. Durch die Massenproduktion sollen die Kosten sinken, was Tesla als Voraussetzung ansieht, seine Elektroautos für ein Massenpublikum bezahlbar zu machen. Die Fabriknutzfläche wird auf einen Quadratkilometer geschätzt. Die zweistöckige Fabrik soll das größte Produktionsgebäude der Welt(öffnet im neuen Fenster) werden. Das zweitgrößte ist mit deutlichem Abstand die Fabrik von Boeing(öffnet im neuen Fenster) im US-Bundesstaat Washington, die 400.000 Quadratmeter Fläche aufweist.
Tesla entschloss sich nach eigenen Angaben zum Bau der Fabrik, als klar wurde, dass die benötigten Akkus für die geplante jährliche Stückzahl von 500.000 Fahrzeugen in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts den gesamten aktuellen Jahresbedarf an Lithium-Ionen-Akkus weltweit verschlingen würde.
Der Plan scheint aufzugehen, schon jetzt gibt es für das neue Model 3, das 2017/2018 erwartet wird, etwa 400.000 Vorreservierungen. Interessenten können sich für 1.000 US-Dollar eine Reservierung für die Fahrzeugbestellung sichern. Damit ist allerdings noch kein Kaufvertrag zustande gekommen. Der Kunde erhält sein Geld zurück, wenn er es sich anders überlegt. Der Basispreis für das Model 3 soll ohne Subventionen in den USA bei 35.000 US-Dollar liegen.
Akkus machen einen Großteil des Preises von Elektroautos aus, die meist noch deutlich teurer als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren sind. Um die Akzeptanz bei der Kundschaft zu erhöhen, muss der Preis der Akkus sinken – und die Reichweite der Fahrzeuge erhöht werden.
Auch VW will Akkufabrik bauen
Auch der Autokonzern Volkswagen plant angeblich den Bau einer eigenen Akkufabrik für mehrere Milliarden Euro. Wie das Handelsblatt berichtet, will VW auf diese Weise seine Pläne zum Bau von Elektroautos umsetzen, ohne gleichzeitig von asiatischen Batterieherstellern wie Panasonic, LG oder Samsung abhängig zu werden. Wo die Fabrik gebaut werden soll, steht aber noch nicht fest.
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