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Riesige Nachforderung: Steuerbehörde will 29 Milliarden US-Dollar von Microsoft

Die IRS fordert eine enorme Nachzahlung von Microsoft . Der Konzern will sich notfalls vor Gericht wehren.
/ Daniel Ziegener
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Der Staat will Geld. (Bild: Alexander Schimmeck/Collage Golem.de)
Der Staat will Geld. Bild: Alexander Schimmeck/Collage Golem.de / Unsplash

Die US-Steuerbehörde IRS fordert von Microsoft eine Steuernachzahlung in Höhe von 28,9 Milliarden US-Dollar, zuzüglich Strafgebühren und Zinsen. Microsoft äußert sich dazu in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) , in der das Unternehmen den Forderungen der IRS widerspricht – und bereits den Rechtsweg in Erwägung zieht.

Bei den Forderungen der IRS geht es um den Zeitraum von 2004 bis 2013. Die IRS sieht laut Microsoft Probleme bei der Verteilung von Gewinnen zwischen Unternehmensteilen in verschiedenen Ländern in diesen Jahren. "Viele große multinationale Unternehmen nutzen die Kostenteilung" , rechtfertigt sich Microsoft. Man habe sich an die entsprechenden Vorschriften der IRS gehalten.

Der Konzern sagt, er arbeite "seit fast einem Jahrzehnt mit dem IRS zusammen, um Fragen zur Aufteilung unserer Einnahmen und Ausgaben für Steuerjahre ab 2004 zu klären." Zwischenzeitlich stattgefundene Umstrukturierungen würden diese Fragen für die aktuellen Prozesse irrelevant machen.

Außerdem seien in den Forderungen Steuerzahlungen des unter der Regierung Trump eingeführten Tax Cuts and Jobs Act nicht berücksichtigt, die die Forderungen um 10 Milliarden US-Dollar reduzierten. Seit 2004 habe man mehr als 67 Milliarden US-Dollar an Steuern in den USA bezahlt, heißt es von Microsoft.

Das Unternehmen kündigte bereits an, Einspruch einzulegen und geht davon aus, dass das Berufungsverfahren der IRS mehrere Jahre dauern werde. Man arbeite mit der Steuerbehörde zusammen. Für den Fall, dass keine Einigung gefunden werden sollte, kündigte Microsoft bereits jetzt an, "alle ungelösten Fragen auf dem Gerichtsweg anzufechten."

Die IRS äußerte sich nicht öffentlich. Microsofts Aktienkurs war von der Meldung bislang nicht merklich betroffen.


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