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Ride-Plattform: Free-Now-Chef beklagt Behinderung beim 9-Euro-Ticket

Aus Konkurrenzgründen sei Free Now von Verkehrsverbünden und Bahn nicht in das Programm 9-Euro-Ticket gelassen worden, sagt Alexander Mönch, Chef von Free Now.
/ Achim Sawall
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Taxi, Ride oder E-Scooter (Bild: FreeNow)
Taxi, Ride oder E-Scooter Bild: FreeNow

Anlässlich des Starts des 9-Euro-Tickets hat Alexander Mönch, Chef der Mobilitätsplattform Free Now (ehemals Mytaxi), Verkehrsverbünden und Deutscher Bahn vorgeworfen, den Fahrkartenvertrieb durch private Anbieter zu behindern. "Leider ist es uns bisher nicht gelungen, das 9-Euro-Ticket über unsere Plattform zu vertreiben" , sagte Mönch dem des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dabei habe man in den vergangenen Wochen Gespräche mit vielen ÖPNV-Anbietern (Öffentlicher Personennahverkehr) geführt.

"Da geht es mitunter um Konkurrenzgedanken. Die Position ist, dass die Unternehmen des ÖPNV viel Geld in eigene Vertriebssysteme investiert haben und sich scheuen, nun den Vertrieb für weitere Kanäle zu öffnen" , betonte der Free-Now-Chef.

Mönch sagte: "Letztlich geht es um den direkten Kontakt zum Kunden und auch um den Anspruch, eigene, lokale Plattformen für den Vertrieb von Verkehrsleistungen zu bauen." Dabei werde aber nicht berücksichtigt, dass Free Now als europaweit tätige Plattform sehr viele Privat- oder Geschäftsreisende mitbringe, die keine Kunden einer lokalen Lösung würden. "In Deutschland werden aktuell leider lokale Lösungen favorisiert" , kritisierte Mönch.

Mobilität auf allen Kanälen fördern

Die Politik müsse die Präsenz aller Angebote auf allen möglichen Vertriebskanälen fördern, um die Mobilitätswende voranzutreiben. Digitale Plattformen für Mobilität seien auch ein Schlüssel, um Städte lebenswerter zu machen.

Die Free-Now-App gibt es in elf Ländern. Damit ihr ist es möglich, Taxis oder die oft günstigeren Rides zu bestellen und Carsharing-Autos, E-Scooter oder E-Bikes zu buchen. Hinter dem Unternehmen, das sich selbst als größte Mobilitätsplattform in Europa sieht, stehen die Autokonzerne BMW Group und Mercedes-Benz Mobility.

Nachtrag vom 1. Juni 2022, 15:33 Uhr

"Es geht hier nicht um Ride oder sonstige Angebote unserer Plattform. Free Now hatte sich dafür eingesetzt, das 9-Euro-Ticket über die Plattform zu vertreiben. Dies ist privaten Plattformen bisher nicht möglich. Menschen können das Ticket lediglich bei den ÖPNV-Anbietern oder der Bahn erwerben" sagte Unternehmenssprecher Christoph Weferling Golem.de.


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