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Ricoh Theta m15
Ricoh Theta m15 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Zwei Augen für 360 Grad

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Daheim am Rechner folgt allerdings die Ernüchterung: Was auf einem kleinen Display durchaus hochwertig erscheint, wirkt am Monitor verpixelt und verwaschen. Die Bilder verlieren, mit einem VR-Headset wie dem Oculus Rift oder per Cardboard betrachtet, viel von ihrem Reiz. Von Immersion kann kaum die Rede sein. Noch unattraktiver sind die Videos, denn sie zwängen das komplette Panorama in stark komprimierte Full-HD-Auflösung und laufen mit mageren 14 Bildern pro Sekunde. Am Ende des Artikels findet sich ein Link zu Rohmaterial direkt aus der Kamera.

Post from RICOH THETA. - Spherical Image - RICOH THETA

Wer ein Landschaftspanorama fotografieren oder filmen möchte und hohe Detailtreue erwartet, ist mit der Theta schlecht beraten. Das liegt am Funktionsprinzip der Kamera, denn nur zwei Sensoren mit je 5 Megapixeln Auflösung müssen den kompletten Radius von 360 Grad erfassen. Die daraus resultierende Gesamtauflösung ist zu niedrig, um auf dem großen Bildschirm oder der VR-Brille zu überzeugen. Erschwerend hinzu kommt, dass die Theta eine echte Schönwetter-Kamera ist. In der Dunkelheit und in Innenräumen verschlechtert sich die Bildqualität rapide, mit steigenden ISO-Zahlen nimmt das Bildrauschen stark zu. Bei ISO 800 sehen Fotos dann fast wie pointillistische Kunstwerke aus.

Ricoh bietet Entwicklern Zugang zu einem SDK. Derzeit gibt es Apps, die über Bewegungserkennung und akustische Signale auslösen, verschiedene Konverter für die aufgenommenen Bilder existieren. Die Akkulaufzeit reicht nach Herstellerangaben für 200 Aufnahmen mit aktivierter WLAN-Verbindung. Der interne Speicher bietet mit rund 4 GB Platz für mehr als 1.000 Bilder oder 15 Videos mit jeweils maximal 3 Minuten Länge.

Fazit

Die Ricoh Theta hat genau einen Trick auf Lager, aber den leider nicht besonders gut. Landschaftsfotografen werden mit der Theta nicht glücklich, die Stärken der Kamera sind eindeutig Schnappschüsse und Actionfotos. Die Videofunktion ist dank wesentlich zu niedriger Auflösung nahezu nutzlos, über die verbauten Mikrofone schweigt sich Ricoh auf der Firmenwebsite mit gutem Grund aus.

Für Virtual Reality sind die Bilder und Videos nicht geeignet. Die Fotoauflösung ist mit insgesamt 10 Megapixeln zu niedrig, Filme werden nur in Full HD und mit 14 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet.

Trotzdem macht die kleine Kamera unterwegs Spaß, auf dem Smartphone oder Tablet sehen die sphärischen Panoramen gut aus. Über Ricohs Website lassen sich Fotos leicht hochladen und teilen, die App ist einfach zu bedienen.

Für Partyfotografen und Immobilienmakler dürfte die Theta einen Blick wert sein. Kritisch finden wir trotzdem den Preis: Fast 300 Euro sind für eine Spaßkamera eindeutig zu viel. Wer nicht auf kommende Modelle anderer Hersteller warten oder wesentlich mehr Geld investieren möchte, muss also die ebenfalls unbefriedigenden klassischen Möglichkeiten der Panoramafotografie nutzen.

Unter diesem Link lässt sich unbearbeitetes Material aus der Kamera herunterladen.

 Ricoh Theta m15 im Test: Inselbegabt mit Sehschwäche

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SoniX 15. Jun 2015

"Unter diesem Link lässt sich unbearbeitetes Material aus der Kamera herunterladen." "Tut...

mbirth 10. Jun 2015

Wie willst Du die Kamera denn sonst sicher halten UND auslösen? Irgendein Kompromiss...

Dwalinn 10. Jun 2015

Ich fand seinen "Erklärbär" immer gut (und seine leicht unnormale liebe zu Nutella) Ich...



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