Abo
  • IT-Karriere:

Ricoh: Theta - die Kamera mit dem Rundumblick

Einen Rundumblick ermöglicht die neue Digitalkamera, die der japanische Hersteller Ricoh in Berlin vorgestellt hat: Sie nimmt Panoramen mit einem Bildwinkel von 360 x 180 Grad auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Ricoh Theta: zwei Fischaugenobjektive
Ricoh Theta: zwei Fischaugenobjektive (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Der japanische Elektronikkonzern Ricoh hat auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin eine Digitalkamera vorgestellt, die ein sphärisches Panorama aufnimmt. Es sei die erste seriengefertigte Kamera dieser Art, sagte Ricoh-Chef Noburo Akahane bei der Vorstellung. Normalerweise besteht ein sphärisches Panorama aus vielen Einzelbildern, die mit einer speziellen Software montiert werden.

  • Die Panoramakamera Ricoh Theta... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • .. nimmt  mit einer Auslösung ein Panorama mit einem Bildwinkel von 360 x 180 Grad auf - hier dargestellt als Little Planet. (Foto: Ricoh)
  • Möglich ist das durch zwei gegenüberliegende Fischaugenobjektive. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Kamera kann über ein Smartphone bedient werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Derzeit geht das nur über ein iPhone. Eine Android-App ist aber angekündigt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Die Panoramakamera Ricoh Theta... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn
  2. ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Kiel

Die Ricoh Theta hat einen Bildwinkel von 360 x 180 Grad, bildet also ein sphärisches Panorama ab - inklusive des Fotografen selbst. Möglich ist das durch die Anordnung der Optik: Die Kamera hat zwei Fischaugenobjektive, die einander gegenüber auf der Vorder- und der Rückseite angebracht sind. Zwischen den beiden befinde sich ein doppelter Prismenspiegel, der das Licht auf den CMOS-Sensor reflektiere, erklärte in Berlin Hidenao Ubukate, Leiter des Bereichs Visual Revolution bei Ricoh. Eine Software errechne daraus das Panorama.

Interner Speicher

Die Kamera verfügt über einen internen Speicher mit einer Kapazität von 4 GByte. Das soll für rund 1.200 Panoramen ausreichen. Dazwischen muss die Kamera allerdings mehrfach an die Steckdose: Eine Akkuladung reicht laut Hersteller für rund 200 Aufnahmen. Die Bilder können per USB an den Computer übertragen werden. Der Micro-USB-Anschluss befindet sich an der Unterseite.

Der Empfindlichkeitsbereich der Theta reicht von Iso 100 bis Iso 1.600, die Belichtungszeit von 1/8.000 bis 1/7,5 Sekunden. Die Panoramen haben eine Auflösung von etwa 2.000 x 1.000 Pixeln und werden als Jpeg abgespeichert. Die Kamera ist 13 Zentimeter hoch, rund 4 Zentimeter breit und etwas mehr als 2 Zentimeter tief. Sie wiegt 95 Gramm.

Die Bilder können allerdings auch drahtlos auf das Smartphone übertragen werden - und von dort auf die Community Theta 360, die Ricoh eigens eingerichtet hat. Über das Smartphone kann die Kamera zudem ferngesteuert werden. Dafür stellt Ricoh eine App bereit, die es derzeit jedoch nur für iOS gibt (iPhone 4s und iPhone 5). Eine Android-Version soll noch in diesem Jahr erhältlich sein. Mit der App können die Bilder zudem bearbeitet werden - das sphärische Panorama kann beispielsweise zu einem Little Planet modifiziert werden.

Kooperation mit Microsoft

Ricoh kooperiert außerdem mit Microsoft. Das US-Software-Unternehmen hat vor einigen Jahren die Software Photosynth vorgestellt, die aus einzelnen Fotos dreidimensionale Modelle von Gebäuden erstellt. Microsoft habe großes Interesse an Panoramafotografie, erklärte Photosynth-Entwickler Blaise Agüera y Arcas in einer Videobotschaft. Bisher sei es aber schwierig gewesen, solche Bilder zu kreieren. Mit Theta ändere sich das. Microsoft werde die Kamera in die Photosynth-App integrieren, kündigte Arcas an.

Die Panoramakamera kann ab sofort für knapp 400 Euro über die Website vorbestellt werden. Ricoh will die ersten Thetas im Oktober ausliefern.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 127,99€ (Bestpreis!)
  2. 274,00€
  3. 349,00€
  4. ab 369€ + Versand

arodon 25. Okt 2013

...ein Würfel hat auch horizontal herum vier Flächen und vertikal herum ebenfalls vier...

pholem 06. Sep 2013

Bei normalen Filmen wird es das nicht geben, so lange nicht arg mit CGI daran rummontiert...

megaseppl 06. Sep 2013

Aus meiner Sicht als Gadget deutlich zu teuer. Die Bildqualität, die ich mir nun bei...

XeniosZeus 06. Sep 2013

Ich vermute mal, dass liegt an der Kooperation mit Microsoft wegen Photosynth. Photosynth...


Folgen Sie uns
       


Vaio SX 14 - Test

Das Vaio SX14 ist wie schon die Vorgänger ein optisch hochwertiges Notebook mit vielen Anschlüssen und einer sehr guten Tastatur. Im Golem.de-Test zeigen sich allerdings Schwächen beim Display, dem Touchpad und der Akkulaufzeit, was das Comeback der Marke etwas abschwächt.

Vaio SX 14 - Test Video aufrufen
Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

Erneuerbare Energien: Die Energiewende braucht Wasserstoff
Erneuerbare Energien
Die Energiewende braucht Wasserstoff

Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Strom-Boje Mittelrhein Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
  2. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  3. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um

Radeon RX 5700 (XT) im Test: AMDs günstige Navi-Karten sind auch super
Radeon RX 5700 (XT) im Test
AMDs günstige Navi-Karten sind auch super

Die Radeon RX 5700 (XT) liefern nach einer Preissenkung vor dem Launch eine gute Leistung ab: Wer auf Hardware-Raytracing verzichten kann, erhält zwei empfehlenswerte Navi-Grafikkarten. Bei der Energie-Effizienz hapert es aber trotz moderner 7-nm-Technik immer noch etwas.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Navi 14 Radeon RX 5600 (XT) könnte 1.536 Shader haben
  2. Radeon RX 5700 (XT) AMD senkt Navi-Preise noch vor Launch
  3. AMD Freier Navi-Treiber in Mesa eingepflegt

    •  /