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Die nervige Kehrseite der Kompakten

Problematisch ist beim Fotografieren eher, dass es keinen optischen Sucher gibt, um die Schärfe zu kontrollieren und dadurch passiert es nicht selten, dass Fehlfokussierungen gerade im Nahbereich erst zuhause am großen Bildschirm bemerkt werden.

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Übrigens gibt es auch keinen eingebauten Blitz, sondern einen Blitzschuh, mit dem sich alle Pentax-Blitze nutzen lassen - bis hin zu den richtig großen Kalibern. Pentax gehört seit einigen Jahren zu Ricoh.

Apropos Schnelligkeit: Die GR III macht nur 4 Bilder pro Sekunde im Serienbildmodus. Zwar wird vermutlich niemand Sportaufnahmen mit einem 28-mm-Objektiv aufnehmen wollen, aber vielleicht zur Sicherheit bei besonderen Ereignissen viele Bilder in schneller Folge hintereinander machen. Filmen kann die Kamera auch, allerdings nur in maximal Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde und wie zu erkennen ist in einer ziemlich einfachen Qualität. Eine 4K-Aufnahmefunktion, wie sie mittlerweile selbst bei hochpreisigen Smartphones Standard ist, fehlt der Kamera leider.

Stabilisierte Aufnahmen

Was natürlich besonders interessiert, ist die Bildstabilisierung. Die GR III kann mit diesem System freihändig noch mit etwa 1/10 Sekunde Belichtungszeit verwacklungsfreie Aufnahmen manchen. Das hängt natürlich auch vom Geschick des Fotografen ab, der ohne Bildstabilisierung sonst etwa bis 1/40 Sekunde verwacklungsfreie Fotos mit der Kamera machen konnte.

Die Akkulaufzeit

Was uns ziemlich genervt hat, war die Akkulaufzeit der Kamera, die über USB aufgeladen wird. Mit dem Akku DB-110 lassen sich etwa 200 Fotos machen, was sehr wenig ist und wohl auf den Strombedarf der Bildstabilisierung und des LC-Displays zurückzuführen ist.

Dafür lässt sich die Kamera mit jeder handelsüblichen Powerbank wieder aufladen, was natürlich ein Vorteil ist. Das Aufladen dauert etwa 3 Stunden.

Die Bildqualität

Die Hoffnung, dass ein APS-C-Sensor, der sonst eher in digitalen Spiegelreflexkameras zu finden ist, auch bei einer Kompaktkamera für eine überragende Bildqualität sorgt, erfüllt sich größtenteils. Die Ricoh GR III ermöglicht eine Aufnahmequalität ähnlich der einer deutlich größeren Kamera, mit dem Nachteil eines starren Objektivs.

Ein bisschen ärgerlich ist die Tatsache, dass die Rauschunterdrückung der Kamera auch auf Rohdatenbilder angewendet wird. Die Bildqualität ist bei gutem Licht hervorragend, wenn der ISO-Wert aber über 400 gestellt wird, ist die Rauschunterdrückung auch in den Rohdaten deutlich zu erkennen. Üblicherweise kann der Fotograf bei diesem Format selbst Korrekturen in diesem Bereich vornehmen - aber am Rechner. Diese Eingriffsmöglichkeit ist durch die interne Verbesserung leider ausgeschlossen.

Bei JPEGs sind die Fotos weniger überschärft als bei Sonys Kompaktkameras der RX-Serie. Außerdem fiel uns mehrmals auf, dass es leichte Farbtonverschiebungen gibt. Wer will, kann auch unterschiedliche Farbmodi auf die Fotos anwenden, die dann beispielsweise in Schwarz-Weiß mit hohem Kontrast erscheinen oder mit besonders leuchtenden Farben.

Das Objektiv ist bis in die Ränder hinein scharf. Eine Verzerrung an den Rändern, eine Lichtabfall oder chromatische Aberrationen haben wir nicht entdeckt, doch das kann die Kamera natürlich auch alles elektronisch beheben, bevor das Bild den Nutzer erreicht.

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superdachs 18. Jul 2019

Ich würde noch weiter gehen: Und _wirklich_ kann man die Schärfe leider nur mit einem...

brainslayer 15. Jul 2019

Ich hab mal die Firmware die zum Download steht einer kurzen flüchtigen Analyse...

osolemiox 14. Jul 2019

Sie hat sicherlich ihre Berechtigung, aber ich persönlich werde NIE so eine große Kamera...

Flexy 13. Jul 2019

(...) Das Objektiv hat aber keine echten 28mm, sondern real 18,3 mm Brennweite, das...

Flexy 13. Jul 2019

(...) Weil man damit so ziemlich gar keine Spiegelungen bei greller Sonne mehr hat...


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