Ricochet: Call of Duty mit neuen Anti-Cheater-Tricks

Wer im Multiplayer von Call of Duty mit Cheat-Hardware-Adaptern in den letzten Wochen viele Erfolge gefeiert hat, steht vor einem Problem: Auf Playstation und Xbox droht eine Sperre.
Jedenfalls meldet Hersteller Activision im Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) , dass der hauseigene Anti-Cheat-Schutz Ricochet um ein System erweitert worden sei, das solche Geräte erkenne.
Mit denen haben Spieler erhebliche Vorteile, weil sich damit etwa der Rückstoß künstlich reduzieren lässt. Die Adapter sind durchaus weit verbreitet, wie die knapp 500 Bewertungen allein auf Amazon Deutschland für den rund 150 Euro teuren Cronos Zen zeigen.
Wie genau festgestellt wird, dass solch ein Adapter im Einsatz ist, verrät Activision nicht. Vermutlich läuft das nicht über eine Hardwareerkennung, sondern über die Analyse typischer Bewegungsmuster. Wer auffällt, muss mit einer Sperre rechnen.
Activision meldet außerdem, dass nun mit einem internen Tool alle Partien aufgezeichnet und nachträglich von Experten untersucht werden können. In der höchsten Stufe von Ranglistenmatches in Warzone 2.0 und Modern Warfare 2 werden die Daten immer gesammelt, in allen anderen Spielen beim Verdacht auf Betrugsversuche.
Call of Duty: Neue Strafen für Cheater kommen
Zusätzlich arbeitet Activision an neuen Sanktionen für Spieler. Die werden schon länger nicht immer gleich gesperrt, sondern manchmal mit nicht gleich auffallenden Strafen versehen.
Beispielsweise werden ihnen plötzlich die Waffen weggenommen, oder ihre Gegner bekommen – ohne dass dies kenntlich ist – einen Schild, so dass Treffer nicht oder kaum durchdringen.

Die Cheater sollen mit derartigen Maßnahmen möglichst stark genervt werden. Zusätzlich können die Entwickler so länger die Verhaltensweise der Betrüger analysieren, ohne dass fair antretende Spieler allzu große Nachteile haben. Derzeit arbeitet das für Ricochet zuständige Team an weiteren Maßnahmen, Details werden aber nicht vorab bekanntgegeben.



