Ricochet: 48.000 Cheater in Call of Duty gesperrt
"Es gibt keine Toleranz für Cheater!" : Im Oktober 2021 hat Activision das Anti-Cheat-Tool Ricochet für die PC-Versionen von Call of Duty Warzone und Vanguard angekündigt. Seitdem wirbt der Hersteller damit, dass Betrüger keine Chance mehr haben.
Nun gibt es erste Infos über tatsächliche Sperren: Rund 48.000 Schummler hat das zuständige Team nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) gesperrt.
Das klingt viel, sorgt in der Community aber für Diskussionen. Einer der Gründe: Ricochet ist seit dem 17. Dezember 2021 weltweit in Warzone aktiv – aber erst jetzt gab es die Sperren.
In Foren und sozialen Netzwerken gibt es Berichte, dass sich in den vergangenen Tagen kaum etwas getan hat im Hinblick auf Cheater. Nach wie vor gebe es Wall Hacks (Gegner durch Wände erkennen) ebenso wie Aimbots, die automatisch den Kopf des Gegners anvisierten.
Zwar wird es begrüßt, dass die Nutzerkonten der Betrüger nun gesperrt sind. Allerdings seien eben auch rasch neue Accounts angelegt.
Unklar ist allerdings, ob sich das KI-basierte Ricochet beispielsweise noch in der Lernphase befindet. In einigen Wochen könnte das System die Betrüger möglicherweise sofort erkennen – so die Hoffnung einiger Spieler.
Ricochet verwendet unter anderem einen Kernel-Treiber. Dieser sei von einem hauseigenen Team entwickelt und gründlichst getestet worden. Die Software sei nur aktiv, solange Call of Duty verwendet werde: "Der Treiber wird beim Beenden des Spiels heruntergefahren und beim Starten eines neuen Spiels wieder eingeschaltet" , heißt es den offiziellen FAQ(öffnet im neuen Fenster) .
Der Treiber überprüfe unter anderem die Hardware, ausdrücklich genannt wird nur der Grafikkartentreiber. Der Kernel-Treiber werde beim Deinstallieren von Warzone oder Vanguard mitentfernt, bei einer neuen Installation dann aber wieder eingerichtet.
Lieber Cheater als Krampus?
Momentan sind offensichtlich weite Teile der Community auch abgesehen von den offenen Fragen bei Ricochet nicht glücklich mit Call of Duty. Unter anderem gibt es vielfältige technische und sonstige Probleme mit Bugs in der neuen Karte Caldera.

Dazu kommen weitere, eigentlich vermeidbare Ärgernisse. So hatte Activision in Warzone ein Monster namens Krampus aktiviert, das mehr oder weniger zufällig Jagd auf einen Spieler gemacht hatte. Das sollte für spannende Scharmützel sorgen, tatsächlich war die Community von dem Biest eher genervt.
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