Richtlinie: Jetzt müssen auch Laptops in der EU USB-C zum Laden haben
Die Europäische Union hat Ende 2024 einen einheitlichen Ladestandard für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets beschlossen. Ab dem 28. April 2026(öffnet im neuen Fenster) gilt dies auch für Laptops. Das bedeutet: Alle neuen Laptops, die in der EU verkauft werden, müssen künftig eine passende USB-C-Buchse für Ladevorgänge aufweisen.
Zum einen muss der verbreitete Standard genutzt werden. Zudem wird es für Laptops wichtig sein, dass die auch mit genügend Strom versorgt werden können. Schließlich benötigen die meisten Laptops mehr als fünf bis zehn Watt Leistung eines Smartphones, vor allem wenn sie unter Last laufen.
Hersteller können hier auf den USB-Power-Delivery-Standard(öffnet im neuen Fenster) zugreifen, der bis 100 Watt ausgelegt ist. Die meisten Thunderbolt-Buchsen wie Thunderbolt 4 und USB 4 unterstützen das.
USB-PD kann helfen
Allerdings werden das neuere USB PD 3.1 nur mit Thunderbolt 5 und mittels Extended Power Range auch mit USB 4 standardmäßig unterstützt. Der Standard, der 240 Watt Leistung übertragen kann, wird von aktuellen Laptop-CPUs von Intel und AMD genutzt.
Auch Apple Silicon implementiert Thunderbolt 5. Als Vorbereitung auf die EU-Normen legt Apple zu neuen Macbooks innerhalb der Europäischen Union keine Netzteile mehr bei. Diese können separat bestellt werden.
Die meisten aktuellen Laptops von Unternehmen wie Dell, Asus, Lenovo, Apple, HP und Microsoft verwenden USB-C bereits seit längerem als Standard-Ladebuchse. Die Richtlinie verbietet zudem nicht, dass Laptops eine proprietäre Ladebuchse verwenden dürfen; sie darf eben nur nicht die einzige Lademöglichkeit sein.
Gerade große Gaming-Laptops benötigen eben weit mehr als 100 oder teilweise sogar 240 Watt. Auch Apples Magsafe darf in der EU verbaut werden und wird von einigen Nutzern für Ladevorgänge bevorzugt.