Richard Stallman: FSF will Regeln für seinen Vorstand ändern

Die FSF will die Ernennung des Vorstands transparenter machen. Damit soll dann wohl auch Richard Stallman zur Wahl gestellt werden.

Artikel veröffentlicht am , Ulrich Bantle/Linux Magazin/
Richard Stallman ist zwar vorerst wieder im Vorstand der FSF. Nach Kritik sollen die Regeln für den Vorstand nun aber geändert werden.
Richard Stallman ist zwar vorerst wieder im Vorstand der FSF. Nach Kritik sollen die Regeln für den Vorstand nun aber geändert werden. (Bild: Mat Gau, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Nachdem Richard Stallman überraschend in den Vorstand der Free Software Foundation (FSF) zurückgekehrt ist und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat, will die FSF nun neue Regelungen für die Ernennung von Vorstandsmitgliedern einführen. Auch die Organisation der FSF soll sich ändern.

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Es soll künftig einen transparenten und formellen Prozess für die Aufstellung von Kandidaten und die Ernennung von Vorstandsmitgliedern geben, wie es in der Ankündigung der FSF heißt. Diese Kandidaten sollen "weise, fähig und der Mission der FSF" verschrieben sein. Zudem wolle man Möglichkeiten schaffen, Unterstützer der FSF in die Diskussion einzubinden.

Dem Vorstand soll künftig zudem ein Mitglied der Mitarbeiterschaft angehören. Die FSF-Belegschaft werde dieses Vorstandsmitglied selbst wählen. Die FSF reagiert damit offenbar direkt auf die Kritik aus der Belegschaft. Diese war wohl ebenso wie das Organisationsteam der FSF-Konferenz Libre Planet vorher nicht über die geplante Rückkehr Richard Stallmans informiert oder in diesen Prozess einbezogen worden, wie das Team auf Twitter schreibt.

Neue Regeln für neuen Vorstand der FSF

Der Vorstand will sich ebenso juristischen Beistand holen, um die nun geplanten Änderungen auf eine rechtssichere Basis zu stellen. Zur Realisierung der Schritte habe man sich eine Frist von 30 Tagen gesetzt. Am heutigen Donnerstag will der FSF-Vorstand erneut tagen, um weitere Entscheidungen zu treffen.

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Zudem sollen sich alle Vorstandsmitglieder diesem geplanten neuen Prozess sobald wie möglich unterziehen, damit die Organisation entscheiden könne, wer im Vorstand bleibe und wer nicht. Das bezieht sich wohl direkt auf Richard Stallman und auch dessen Unterstützer im FSF-Vorstand, die dessen Rückkehr unterstützt hatten. Unter Maßgabe der neuen Regeln könnte es sein, dass Stallman und seine Unterstützer nicht erneut in den Vorstand gewählt werden. Das hängt wohl aber vor allem von der direkten Ausgestaltung der Regeln sowie den Beteiligten innerhalb der FSF ab.

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Rücktritt Stallmans gefordert

Auslöser des ursprünglichen Rücktritts von Richard Stallman, dem Gründer des GNU-Projekts und der Free-Software-Bewegung, waren im Jahr 2019 verstörende Äußerungen rund um Vergewaltigungsvorwürfe gegen seinen langjährigen Freund Marvin Minsky sowie ein Opfer des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.

Die Rückkehr Stallmans in den Vorstand der FSF wurde von vielen Seiten scharf kritisiert. Inzwischen haben Organisationen wie die FSF-Schwesterorganisation Free Software Foundation Europe (FSFE) aber auch die Gnome Foundation, Mozilla oder das Tor-Projekt den Rücktritt Stallmans gefordert. Ein offener Brief, der dies verlangt, wurde inzwischen auch von rund 2.000 teils namhaften Entwicklern und Unterstützern der Free-Software-Bewegung unterzeichnet.

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