Richard Hughes: Linux soll einfache USB-Firmware-Updates ermöglichen
Die Version 2.5 der UEFI-Spezifikation ermöglicht es Linux-Nutzern endlich, einfache Firmware-Updates auf ihren Rechnern einzuspielen. Die Implementierung dazu ist zumindest in Gnome 3.18 so weit fortgeschritten , dass theoretisch schlicht ein paar Klicks zum Anstoßen der Aktualisierung notwendig sind. Entwickler Richard Hughes berichtet nun(öffnet im neuen Fenster) , dass er dieses System auf Firmware-Updates von USB-Geräten erweitern wolle.
Als Grundlage dieser Arbeiten dient der Device-Firmware-Upgrade-Standard ( DFU(öffnet im neuen Fenster) ), in dem die Vorgehensweise eines solchen Updates festgelegt ist. Zurzeit werde DFU aber nur von wenigen Herstellern genutzt, schreibt Hughes. Auch er selbst habe für sein Hobbyprojekt, das Colorhug zur Farbkalibrierung, bisher auf die Umsetzung von DFU verzichtet. Mit der kommenden Revision des Colorhug soll sich dies jedoch ändern.
Dafür hat Hughes die eigentliche Firmware für den Microcontroller geschrieben, eine Bibliothek für den Host-Rechner sowie die Integration für die bereits existierenden Werkzeuge, mit denen auch das UEFI-Update angeschoben werden kann. Mit DFU-Util(öffnet im neuen Fenster) gibt es zwar bereits ein Programm von den Openmoko-Machern, mit dem ein DFU-konformes Update gemacht werden kann, dies habe aber nicht in den Code von Hughes eingepflegt werden können.
Neben dem Colorhug will Hughes seinen Code in Kürze auch mit dem Neo Freerunner testen. Der Entwickler freue sich über Hardwarespenden, insbesondere Arduino-Geräte, mit denen die Arbeiten weiter verbessert werden könnten. Das Projekt soll künftig zudem die Firmware von Geräten mit ST-Microcontroller aktualisieren können. Da diese aber ein spezielles Protokoll verwenden, ist Hughes auch hier auf den Zugang zu Hardware angewiesen. Der Red-Hat-Angestellte will in Kontakt mit verschiedenen Herstellern treten, damit diese künftig ebenfalls DFU unterstützen.
Die prinzipielle Möglichkeit, die Firmware von USB-Geräten zu verändern, kann auch als Sicherheitslücke gewertet werden, wie die als BadUSB bekanntgewordenen Angriffen verdeutlichten.
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