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Richard Huddy im Interview: "AMD verliert einen Benchmark, den Nvidia geschrieben hat"

AMDs Spiele-Chef Richard Huddy greift im Gespräch mit Golem.de Nvidia an. Mit seinem Framework Gameworks könne der Konkurrent Spiele zum Nachteil von AMD erst schlechter und dann mit Treiber-Updates besser machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Richard Huddy kehrte Anfang Juni 2014 zu AMD zurück.
Richard Huddy kehrte Anfang Juni 2014 zu AMD zurück. (Bild: Intel)

Seit Wochen schaukelt sich die Kontroverse um Nvidias Framework Gameworks immer weiter hoch, ein Beispiel dafür ist Watch Dogs. Während Nvidia zu den Vorwürfen von AMD, dass Gameworks den Konkurrenten behindere, bisher nur zögerlich Stellung nahm, haben die Radeon-Macher einen schon früher sehr lautstarken Sprecher zurückgewonnen: Richard Huddy ist seit kurzem wieder für AMD tätig. Für zweieinhalb Jahre hatte er AMD verlassen, um für Intel zu arbeiten, nun ist Huddy - der nie um klare Worte verlegen ist - mit dem neu geschaffenen Titel des "Chief Game Scientist" wieder zurück.

Inhalt:
  1. Richard Huddy im Interview: "AMD verliert einen Benchmark, den Nvidia geschrieben hat"
  2. 'Debuggen nur mit DLLs unmöglich'
  3. Geistiges Eigentum war bisher nie das Problem

Diese Tätigkeitsbezeichnung ist nicht nur reine PR, denn seit 18 Jahren kümmert sich Huddy um die Beziehungen zwischen Chipherstellern und Spieleentwicklern. Der Brite, der beim Thema Gameworks auch aus Rücksicht auf mögliche rechtliche Schwierigkeiten stets in hypothetischen Beispielen formuliert, hat im Moment allem Anschein nach vor allem eine Aufgabe: die Welt davon zu überzeugen, dass Nvidias Gameworks nur Nvidia nutzt, nicht den Spielern, und AMD an einem fairen Wettbewerb hindert.

Gameworks für Windows ist ein Framework, das von Grafikeffekten wie Haar- und Felldarstellung bis hin zu Bildverbesserungen durch Filterfunktionen wie TXAA Spieleentwicklern die Arbeit sehr erleichtern kann. Der Haken: Gameworks ist in Form von mehreren DLL-Bibliotheken proprietärer Code von Nvidia; in den Quelltext können die Programmierer der Spielestudios im Rahmen eines bestimmten Lizenzmodells Einblick nehmen - so zumindest erklärt es Nvidias Chefentwickler Rev Lebaredian im Interview mit PC Games Hardware. Zu beachten ist im Folgenden, dass das Gespräch von Golem.de mit Richard Huddy kurz vor den Äußerungen von Lebaredian stattfand.

Erst Bremsen einbauen und sie dann lösen

Was es für einen Spielentwickler bedeutet, Gameworks zu verwenden, beschreibt der AMD-Sprecher so: "Nvidia liefert die DLL zusammen mit einem Vertrag, der den Entwickler verpflichtet, diese DLL zu verwenden. Wenn man Nvidia wäre, könnte man - ich behaupte nicht, dass Nvidia das tut - ein Update der DLL in letzter Minute liefern. Nehmen wir mal an, das passiert zwei Tage vor dem Auslieferungsdatum eines Spiels und die Entwickler können noch die zwei Tage mit Qualitätstests verbringen, auf die man sich zuvor geeinigt hat. Die DLL implementiert dann den gewünschten Effekt einigermassen vernünftig, aber: Er ist auf AMD- wie Nvidia-Hardware gleichermaßen langsam."

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Warum Nvidia das tun sollte, erklärt Huddy mit der Möglichkeit des Austauschs von Shader-Programmen. Dies ist eine Methode, die alle Hersteller von Grafikhardware seit Jahren anwenden, um ihre Treiber für Spiele zu optimieren: Das Spiel wird erkannt und statt einzelner Routinen, die das Programm mitbringt, werden Shader-Programme aus dem Treiber verwendet.

Richard Huddy führt sein Beispiel weiter aus: "Jetzt kommt der Shader-Austausch ins Spiel. Am Veröffentlichungstag des Spiels bringt Nvidia einen neuen Treiber heraus, der den Effekt aus der DLL ersetzt. In der DLL war die Funktion in meinem hypothetischen Beispiel absichtlich kaputt, und der Treiber repariert das. Nvidia kann nun sagen: 'Schaut nur her, wir haben den Treiber für dieses Spiel optimiert und dabei einen tollen Job gemacht, weil wir die Spieler so sehr lieben. Hier ist die höhere Leistung, die ihr als Nvidia-Besitzer verdient.' Nvidia erntet in diesem Szenario also die Lorbeeren dafür, dass es einen kaputten Shader durch einen funktionierenden ersetzt hat."

'Debuggen nur mit DLLs unmöglich' 
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justnsucker 08. Jul 2014

Kein Pech sondern rechtswidriges Verhalten und deswegen haben sie 2009 vor Gericht...

Breakerzeus 07. Jul 2014

Bullshit. AMD hat von Anfang an klar gesagt, dass die Mantle NICHT open source setzen...

Atalanttore 06. Jul 2014

Mit der "Iris Pro" Grafikeinheit wendet sich gerade das Blatt. Problem: Diese...

gadthrawn 03. Jul 2014

Warum? Schau mal bei Wolfenstein z.b. nach der Lösung für das Problem: der Bildschirm...

Impergator 03. Jul 2014

Lebenserwartung in welchem Sinne? Kaputt oder was? Hab noch n alten Athlon X2 6000+ und...


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