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RHEL-Klon: Fermilab stellt Scientific Linux ein

Das Fermilab will seine Arbeiten an dem RHEL -Klon Scientific Linux langfristig beenden. Neue Versionen wird es damit nicht mehr geben. Zuvor ist auch schon das Cern ausgestiegen. Stattdessen wird auf CentOS gesetzt.
/ Sebastian Grüner
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Die Arbeiten an Scientific Linux werden beendet. Künftig wird CentOS eingesetzt. (Bild: Christopher Michel, flickr.com)
Die Arbeiten an Scientific Linux werden beendet. Künftig wird CentOS eingesetzt. Bild: Christopher Michel, flickr.com / CC-BY 2.0

Fast 15 Jahre nach der ersten offiziellen Veröffentlichung von Scientific Linux gibt das Fermilab als verbliebener Hauptsponsor bekannt(öffnet im neuen Fenster) , das Projekt einzustellen. Die derzeit noch unterstützten Versionen 6 und 7 sollen zwar bis an ihr Supportende weiter gepflegt werden, eine Version 8 soll es aber nicht mehr geben. Als Grund für das Ende wird wie schon für den Anfang des Projektes das Ziel einer einheitlichen Plattform genannt.

Im Jahr 2003 hatten die großen Forschungslabore wie das Fermilab oder auch das Cern bereits eigene Linux-Distributionen geschaffen, um diese in ihren Projekten einzusetzen. Diese waren aber teils sehr verschieden und erschwerten so die Kooperation, also begann die Suche nach einer einheitlichen Plattform.

Ungefähr zur gleichen Zeit erstellte der Linux-Distributor Red Hat erstmals sein bis heute gepflegtes Enterprise Linux (RHEL). Sowohl das Fermilab als auch das Cern bauten daraufhin ihre intern gepflegten Distributionen auf den frei verfügbaren Quellen von RHEL auf und führten diese Initiativen schließlich als Scientific Linux zusammen. Diesem Beispiel folgten weitere Forschungsinstitute, die über die Jahre an der Distribution mitarbeiteten.

Vor einigen Jahren wechselte das Cern aber(öffnet im neuen Fenster) intern auf den von einer größeren Community gepflegten RHEL-Nachbau CentOS. Diesem Beispiel folgt nun das Fermilab. Somit ist auch das Ziel einer gemeinsamen Linux-Plattform der Institute wiederhergestellt. Einer der Vorteile von CentOS und damit wohl auch einer der Gründe für den Wechsel der Institute ist, dass der Community-Nachbau seit einigen Jahren offiziell von Red Hat selbst unterstützt wird.


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