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RHEL-Klon: Cern und Fermilab setzen auf CentOS-Alternative Alma Linux

Die Arbeiten am eigenen Scientific Linux laufen aus, das bisherige CentOS gibt es bald nicht mehr. Die Institute satteln also um.

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Die Wissenschaftscommunity rund um Cern und Fermilab setzt künftig auf Alma Linux. (Bild: Pixabay)

Die Forschungsinstitute Cern und Fermilab werden künftig die Linux-Distribution Alma Linux verwenden, wie das Fermilab mitteilt. Demnach wird Alma Linux künftig "als Standard-Distribution für Experimente in unseren Einrichtungen" empfohlen.

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Die Entscheidung spiegele "die jüngsten Erfahrungen und Diskussionen bei Experimenten und anderen Interessengruppen wider", heißt es in der Ankündigung. Wie bisher auch schon wird für einige Dienste und Anwendungen aber weiter auch das kostenpflichtige RHEL genutzt.

Bei Alma Linux handelt es sich um einen binärkompatiblen Downstream-Fork und Rebuild der Quellen von Red Hats Enterprise Linux (RHEL). Das Alma-Linux-Projekt bietet demnach explizit das, was bisher CentOS seinen Nutzern angeboten hat, und will diese Idee nun langfristig selbst weiterführen. Hintergrund der Gründung von Alma Linux ist die Entscheidung von Red Hat, das bisherige Modell von CentOS schlicht aufzugeben.

CentOS löste Scientific Linux ab

Die beiden führenden Forschungsinstitute entwickelten gemeinsam mit der Wissenschaftscommunity über viele Jahre den RHEL-Klon Scientific Linux. Doch das Cern wechselte später auf CentOS. Auch das Fermilab gab 2019 bekannt, die Arbeiten an Scientific Linux zugunsten von CentOS einzustellen.

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Mit dem Ende des klassischen CentOS mussten die Beteiligten aber einen Nachfolger finden. Die aktuelle Version 7 von Scientific Linux am Fermilab und CentOS am Cern wird noch bis zum offiziellen Supportende im Juni 2024 unterstützt.

Zur nun getroffenen Wahl schreiben die Beteiligten: "Alma Linux hat in letzter Zeit aufgrund seines langen Lebenszyklus für jede Hauptversion, der erweiterten Architekturunterstützung, des schnellen Veröffentlichungszyklus, der Upstream-Community-Beiträge und der Unterstützung für Sicherheitsratgeber-Metadaten an Bedeutung in der Community gewonnen. Beim Testen hat es sich als perfekt kompatibel mit den anderen Rebuilds und Red Hat Enterprise Linux erwiesen."