Rheinmetall, Hensoldt, Renk: Was Anleger über Rüstungsaktien wissen müssen
Europa rüstet auf. In den vergangenen zwei Jahren haben die europäischen Nato-Mitglieder die Ausgaben für eine Modernisierung ihrer militärischen Fähigkeiten um 100 Milliarden US-Dollar erhöht. Auf dem Nato-Gipfel Ende Juni haben sie sich gemeinschaftlich zu einem historischen Gesamtausgabenziel von 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2035 verpflichtet. Mindestens 3,5 Prozent werden für klassische Verteidigung wie Waffen und Munition ausgegeben, weitere 1,5 Prozent für defence-bezogene Bereiche wie Infrastruktur oder Netzsicherheit. Fast 800 Milliarden Euro will die EU künftig für Verteidigung ausgeben. Allein Deutschland wird im Jahr 2025 rund 53 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt direkt für die Bundeswehr bereitstellen, dazu kommt noch Geld aus einem Sondervermögen.
Die Aussicht auf solche massiven Investitionen treibt die Aktienkurse von Rüstungsfirmen an. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine hat allein der deutsche Hersteller Rheinmetall einen Kurssprung von 1.700 Prozent erlebt.